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Dibre Emeth · 1888-01-01 · 8 (1888) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
44 (1888)
Issue
8 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Dilrre Emeth oder Israeliten und Freunde Israels. Begründer: I. C. Hartmann. Herausgeber: W. Becker. Nr. 8. 1888. 44. Jahrgang. Inhalt: Briefe aus Liberias. — Der Berliner Jerusalemsverein.—- Aus dem Leben des Predigers Wright. — Kleine jüdische Chronik. — ' _Bücherbericht. _ Hriefe ans Mberias. I. Liberias, im November 1887. Am 4. November reiste ich von Triest ab. Das Wetter war schön. Aber schon nach ein paar Stunden erhob sich ein ©tujrn mit Regenschauern. Das Schiff wurde hin- und hergeworfen. Bis nach Alexandria blieb das Wetter Tag und Nacht stürmisch. Die Fahrt dauerte ungefähr fünf Tage. Vom 9. November» an welchem Tage wir in Alexandria ankamen» bis zum 11. blieb das Schiff im Hafen dieser ägyptischen Stadt. Ich ging in die Stadt hinein» weil ich von der Reise krank geworden war. Ich wollte in einem Gasthaus die zwei Tage zubringen» mußte aber leider diesen Plan wieder aufgeben, weil die Ausführung für mich zu. kostspielig gewesen wäre. Ich begab mich wieder auf daS Schiff zurück. Die ägyptische Hitze war kaum zu ertragen. Es war hier viel wärmer als in Breslau im Monat Juli. Bei unserer Abfahrt von Alexandria am 11. November hatten wir herrliches Wettet, und so war die Weiterreise ein Vergnügen. Am 13. trafen wir in Jaffa ein. Beim Verlassen des Schiffes machte mir die. türkische Polizei allerlei Schwierigkeiten. Sie' wollte mich nicht in die Stadt kommen lassen, weil ich meinen Geburtsschein nicht bei mir hatte. Derselbe ist in Leipzig beim Konsul geblieben. Ich mußte mein letztes Geld opfern, um in die Stadt kommen zu können. Von Jaffa aus wollte ich nach Jerusalem fahren. Aber die Leute sagten mir, daß es in Jerusaleni sehr strenge genommen wird. Man schickt viele Fremde hinaus. Darum bin ich von Jaffa direkt nach Tiberias gefahren. Ich war ganze 3 Tage unterwegs, sah aber nicht mehr als Wüste. Wenn man auf das Land hinauskommt, sieht man, daß es von Gott verscholten ist. Ich

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