Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 5 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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bauliche Erweiterung der Christuskirche in Jerusalem vorgeschlagen und den Wunsch geäußert, daß dieselbe zur Kollegiatkirche mit Dekanen und Kanonikern erhoben werden möchte. Das Komitee faßte jedoch im Februar d. I. den Beschluß, dies Ansinnen abzulehnen. Mit Rücksicht auf die Absichten der Begründer der Christuskirche und die evangelischen Grundsätze der Gesellschaft erklärte man es für eine Unmöglichkeit, von der Einfachheit der bisher beobachteten Anordnungen inbetreff der Christuskirche abzuweichen. Das Komitee glaubt, daß diese Einfachheit auf die Gemüter der Juden einen wohlthätigen Einfluß ausgeübt hat und noch ausübt, da sie den Gegensatz zwischen einem einfachen Missionsgottesdienst und den reicher ausgestatteten gottesdienstlichen Formen zeige, welche in den nicht-protestantischen Kirchen Jerusalems vorherrschen. Daß sich manche Freunde der Londoner Judenmission darüber freuen, daß die vorgeschlagenen Veränderungen vom Komitee nicht gebilligt worden, ersehen wir aus dem Aprilheft von „Ille Iewish Intelligence“. Hier ist nämlich eine Gabe von 5 Pfd. Sterl. „als ein Dankopfer für die Entscheidung des Komitees mit Bezug auf die Christuskirche in Jerusalem" vermerkt. Im kommenden Jahr wird, so Gott will, diese Kirche ihr 40jähriges Bestehenfeiern. Sie wurde am 21. Januar 1849, genau 7 Jahre nach der Ankunft des ersten englischen Bischofs in Jerusalem, eingeweiht. Sie war die erste protestantische Kirche, die in der Türkei errichtet werden durfte. Am letzten Weihnachtsfest empfingen in ihr acht christgläubige Israeliten das Sakrament der heiligen Taufe. Zu Kick. 13, 34. 35. Lieh dort deinen König trauern, Jerusalem, vor deinen Mauern! er Erbe Davids weint um dich! Er, dem alle Himmel dienen, Ist voll Erbarmen dir erschienen, Doch deine Thore schließen sich! Der Trost der Väter naht, Der Friedefürst und Rat, Dein Messias. Doch du stehst nicht Das Morgenlicht, sbricht! Das strahlend deine Nacht durch- Die du tötest die Propheten Und steinigest, die für dich beten, Hat dies dein Gott um dich verdient? O, daß endlich du entbrenntest In Kindesliebe und erkenntest, Was dir zu deinem Frieden dient! Er kommt vom Fimmel hoch Dich von dem Sklavenjoch Zu befreien. Solltst du nicht hin Mit Jauchzen ziehn Und freudevoll begrüßen Ihn? wie die brenne ihre Kleinen will in Gefahr um sich vereinen Und schützend ihre Flügel schlägt, So möcht' wie mit vaterarmen Er deine Kinder voll Erbarmen Umfahn, daß keines Schaden trägt. Doch du hast nicht gewollt, Was dir zum Heile sollt' Ewig dienen. Drum bleibt dir fern Der Morgenstern, (Herrn! Bis kommen wird der Tag des N—i. (Appenzeller Sonntagsblatt.) Dies Blatt erscheint zweimonatlich in zwei halben Bogen. — Preis des Jahrgangs: 60 Pfennig. Bestellungen nimmt an der Herausgeber: Pastor Becker in Breslau, Brüderstraße 3k, II. — In Kommission: Carl Dülfer's Verlag in Breslau. Druck von Carl Dülser, Breslau, Palmstraße 5.