Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 43 (1887)
- Issue
- 11 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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hoffentlich bald imstande sein, seinen Stammesgenossen in der Heimat den Messias zu predigen. Endlich überblicken wir die Stationen in Afrika. Mogador in Marokko wurde 1875 dem jetzt in Konstantinopel wirkenden Missionar Erighton-Ginsburg überwiesen. Unter seiner Leitung entstanden verschiedene Anstalten. Da brach eine schwere Verfolgung aus. Aber es gelang doch nicht, das Werk der Mission zu zerstören. Trotz aller Anfechtungen wird das' Evangelium im nördlichen und südlichen Marokko bis ins Atlasgebirge hinein den Kindern Abrahams gepredigt. Mehr als 200 derselben besuchten die Schriftenniederlage in Mogador. Ein Kolporteur erhielt in einer Stadt des Bezirks vom Ortsrabbiner die Erlaubnis, seine Bibeln in der Synagoge zu verkaufen und seine. Traktate daselbst zu verteilen. — In der gleichnamigen Hauptstadt des französischen Schutzstaates Tunis leben jetzt 40 000, in der ganzen Regentschaft 130 000 Juden. 1833 — 41 arbeitete hier der Judenmissionar , Ewald. 1855 richtete sein Nachfolger Page eine Schule ein. 1860 blühte die Mission unter Missionar Fenner neu auf. Jetzt werden die Knaben- und die Mädchenschulen von je 100 Kindern besucht. An der Spitze des Werkes steht Missionar Reichardt. —f Noch haben wir Abyssinien zu berücksichtigen, wo seit 1859 von London aus gearbeitet wird. Zur Zeit sind acht eingeborene Prediger unter den dortigen Juden, den Falaschas, thätig. Die drei Stationen, die auch mit Missionsschulen versehen sind, heißen Genda, Aseffo und Dagusa. Leider wurde es dem Missionar Flad, der früher in diesem Lande in Segen arbeitete, bisher nicht'verstattet, in dasselbe zurückzukehren, ß Es ist eine große Aufgabe, welche die Londoner Gesellschaft in den drei Erdteilen der alten Welt zu erfüllen hat. Möge es ihr nie an Männern und Frauen fehlen, die durch treue Arbeit und ernstes Gebet dieselbe lösen helfen! Statistik. Unter den 1326 Universitätsprofessoren des deutschen Reiches (die theologischen nicht mitgerechnet) befinden sich 98 israelitische, also 7lh %, unter den 559 Privatdozenten 84, also 17'h °/o. Unter sämtlichen 1855 Lehrern an den deutschen Hochschulen sind 174 Juden oder 10'/- "/<>. Am stärksten ist die israelitische Bevölkerung an den Universitäten Breslau Und Berlin vertreten. Breslau hat unter 79 Professoren 15, unter 27 Privatdocenten 12, Berlin unter 145 Professoren 29, unter 124 Privatdocenten 45 Juden. Dies Blatt erscheint zweimonatlich in zwei halben Bogen. — Preis des Jahrgangs: 60 Pfennig. — Bestellungen nimmt an der Herausgeber: Pastor Becker in Breslau, Brüderstraße 3k, II. — In Kommission: Carl Dülfer's Verlag in Breslau., Drnck von Carl Dülfer, Breslau, Palmstraße 5.