Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 43 (1887)
- Issue
- 11 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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mann, 1858 der spätere Bischof Barclay. Jetzt steht hier im Amt Missionar Crighton-Ginsburg. Da die Juden über die Stadt und ihre Umgebung weithin zerstreut sind und verschiedene Sprachen reden, hat die Mission in Konstantinopel besondere Schwierigkeiten zu überwinden. Die Missionsschule zählte im vorigen Jahr 29 Knaben und 114 Mädchen. Die Erziehungsanstalt hatte 8 jüdische Zöglinge. Zahl der Judentaufen: 4. Wir kommen jetzt nach Asien. Die in diesem Erdteil zur Zeit vorhandenen Missionsstationen stehen alle unter türkischem Szepter. Smyrna wurde 1860 in Angriff genommen. Im letzten Jahr siedelte Missionar Mühlenbruch von Konstantinopel hierher über. Er hatte zwei Israeliten auf die heilige Taufe vorzubereiten. In Jerusalem wird seit 1823 missioniert. Die in der dortigen Christuskirche sich versammelnde Missionsgemeinde zählt zur Zeit 242 Mitglieder, darunter 217 jüdischer Abstammung. 40 mal wurde im letzten Jahr das heilige Abendmahl ausgeteilt. 8 Israeliten erhielten die heilige Taufe. Die Schulen besuchten 70 Knaben und 75 Mädchen. Das 1843 durch Prediger Nicolayson eröffnete Arbeitshaus hatte seit 1848 319 Insassen. Von diesen traten 36 nach der Taufe ein, 88 wurden in der Anstalt, andere nach Verlassen derselben getauft. 30—40 arbeiten jetzt auf verschiedenen Plätzen für das Reich Gottes. 1886 betrug die Zahl der Zöglinge 12. Im Forscherheim wohnten 70 Israeliten. Das 1838 gegründete Krankenhaus nahm im letzten Jahr 719 Patienten auf. Außerhalb des Hospitals wurden 10 400 Kranke besucht. In der Poliklinik erschienen 14 297 Personen. In Jaffa besaß die Gesellschaft schon 1844 eine Schriftenniederlage. Hieran schloß sich eine medizinische Mission an. 1859 wurde der Platz aufgegeben, aber 1883 wieder besetzt. Unter den 6000 Einwohnern gießt es etwa 1000 Juden. Missionar Weinberg kam nicht nur mit diesen, sondern auch mit den Bewohnern der drei Stunden entfernten jüdischen Kolonie und mit jüdischen Einwanderen zusammen. Nach dem Tode des Missionars Oczeret, der in Safed angestellt war, sandte ihn die Gesellschaft in diese, seit 1843 von ihr in Besitz genommene, von 15 000 Juden bewohnte Stadt. Er hatte hier vielfach Gelegenheit, den Samen des Evangeliums auszustreuen. Damaskus wurde erst 1869 zur Missionsstation gemacht. Gegenwärtig sind dort vier Missionsarbeiter angestellt. In der Schule befanden sich Ende Dezember 20 jüdische Knaben. Man berechnet die jüdische Einwohnerschaft auf 6000 Seelen. — Die Wiedereröffnung der 1884 begonnenen Mission in Persien steht in einiger Zeit bevor. Ein persischer Proselyt, der im Missionsseminar in London ausgebildet wurde und sich jetzt in Mogadar aufhält, wird