Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 43 (1887)
- Issue
- 8 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ihren Nachkommen aufstehen wird, wird ihr Erlöser sein, der aus ihnen Herkommen soll, der Messias, dessen Königreich vermehrt werden soll." Das Licht der Lehre des Messias, an den Onkelos, Akiba u. a. bei dem Ausdruck Stern denken, soll sich ausbreiten und die Finsternis der Lüge vertreiben. 4) In der Stelle 2. Sam. 7 gehört die Schale dem König Salomo, der Kern dem Messias. Vgl. Psalm 89, 28 ff., wo die jüdische Umschreibung folgendermaßen lautet: „Meine Wahrheit und Güte ist bei David, und in meines Wortes Namen (dem Messias) wird seine Ehre erhaben sein." Psalm 61, 7 wird so wiedergegeben: „Deinem Messias wirst du Tage über Tage zugeben, daß seine Jahre den vergangenen und den künftigen Zeiten gleich sind." Desgleichen wird der 72. Psalm vom Targum, von Aben Esra u. a. messianisch gedeutet. 5) Auch die Propheten reden von . einem geistlichen König. Zu Jesaia 2, 2 bemerkt Jonathan, der Schüler Hillels, daß die Heiden zu dem Zweck dem Tempelberg zulaufen werden, damit sie auf demselben Gott, dem Herrn, dienen. Ebenso geistlich sind zu verstehen 4, 2; 9; 11; 25; 33—35; 42. Der Messias geht mit den Menschen anders um als Kores: 45. „Um seinetwillen werden uns," wie Jonathan zu Kap. 53 schreibt, „unsere Sünden vergeben. Der Friede waltet in seiner Lehre über uns. Unsere Übertretungen werden uns in Kraft des Gehorsams, den wir seinen Geboten erzeigen, verziehen." Einem zeitlichen Helfer kann man dies nicht zuschreiben. Dieselbe Sache findet man Jeremia 23; 30; 31; 33; Ezechiel 34; 36 u. 37. Daniel 2; 7 u. 9; Hosea 1; 2; 3 u. 14; Joel 2 u. 3; Micha 4 u. 5; Zephania 2 und 7; Haggai 2; Sacharin 3; 6; 8; 9; 12; 13; Maleachi 1; 3 u. 4. Aus allen angeführten Stellen, zu denen auch Auslegungen der jüdischen Gelehrten beigebracht werden, folgt, daß das Wort Gottes nicht einen zeitlichen König oder siegreichen Fürsten und Überwinder vieler Völker verspricht. Vielmehr wird verheißen: ein stiller Friedefürst, der unter allen Völkern sein Friedensreich ausbreitet, der selber der Friede ist, der durch seinen Tod die Sünde sühnt, der den heiligen Geist über alles Fleisch ausgießt. _ Uber die Juden in Indien sagte Missionar Onasch in einer Rede, die er am 6. Juni d. I. in Berlin hielt: Unter den Einwohnern Ostindiens befinden sich auch etwa 3000 Juden, die zumteil von weißer, zumteil von gelbbrauner, zumteil' von schwarzer Hauffarbe sind. Die Weißen sind in neuerer Zeit aus Europa eingewandert. In den Gelbbraunen vermutet man Abkömmlinge von Juden, die nach der