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Dibre Emeth · 1887-01-01 · 2 (1887) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
43 (1887)
Issue
2 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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das Wort erkennen, das die Welt erschuf! — Me anderen Religionsstister haben von dieser geheimnisvollen Liebe, die das Wesen des Christentums ausmacht, garnichts gewußt. Und eben dadurch sind ihre Pläne gescheitert. Bei jedem Versuche, sich beliebt zu machen, bekommt der Mensch seine Ohnmacht zu fühlen. Die Herrschaft der Liebe ist daher ohne Zweifel das größte Wunder Christi. ... „Mein Leben strahlteeinst in allem Glanze des Diadems und der Herrscherwürde. Allein das Mißgeschick brach herein, das Gold verlor allmählich seinen Glanz, und der Regen des Unglücks und der Kränkungen, mit denen man mich überhäuft, nimmt endlich auch den letzten Rest hinweg. Wir sind jetzt nur noch Blei, General Bertrand! Das ist großer Männer Ende! Wie Cäsar und Alexander, so werde auch ich bereits vergessen. Der Name eines Eroberers oder Kaisers dient nur noch als Thema auf höheren Schulanstalten, und je nachdem es einem pedantischen Lehrer gefällt, werden wir dort durchgehechelt oder gepriesen. . . . „Noch einige Augenblicke, so ist's vorbei mit mir. Vom hohen Adel Englands langsam hingemordet, sterbe ich vor der Zeit, und mein Leib wird der Erde wiedergegeben werden, um in derselben eine Speise der Würmer zu werden. Das ist das nahe bevorstehende Schicksal des großen Napoleon! Welch mächtiger W- . stand zwischen meinem tiefen Elend und dem ewigen Reiche Christi, das da gepredigt, geliebt, angebetet wird und über die ganze Erde sich ausdehnt! Heißt das: sterben? oder heißt das nicht vielmehr: leben? Der Tod Christi ist der Tod eines Gottes!" Ueue Jirdenmissionsbliitter. 1. Rundschau über die Diaspora der Juden und die Judenmission der Kirche. Verantwortlicher Herausgeber: Lic. Gustav Marx, Doz. der Theol. in Gnadenfeld, Oberschlesien. Über den Zweck der neuen Zeitschrift äußert sich der Herausgeber in dem am 10. August 1886 geschriebenen Vorwort folgendermaßen: „Dieses Beiblatt zu „Saat auf Hoffnung" soll eine Warte sein, von der aus Rundschau gehalten wird. Alle Teile des über die ganze Erde zerstreuten Volkes der Juden und jegliche Arbeit der Kirche an demselben sollen in Augenschein genommen werden, immer mit dem Blick des Christen, der Gottes Reich gern mit Macht kommen sähe und auch an Israel letztlich nur schauen will, wie fern oder wie nahe es ist dem Reiche Gottes. Mag sein, daß die Frage: „Wächter, ist die Nacht schier hin?" von dieser

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