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Dibre Emeth · 1886-01-01 · 11 (1886) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
42 (1886)
Issue
11 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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84 lud auf sich unsere Schmerzen; er ist um unserer Missethat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen; die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilet. Immanuel! Der Name sagt, daß in ihm unsere Versöhnung mit Gott vollzogen ist, daß wir an ihm haben die Erlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden. Immanuel! Das Wort erinnert daran, daß er aus beiden hat eins gemacht, daß er unser Friede ist, und daß dieser Friede höher denn alle Vernunft. Immanuel! Das Wort weist uns auf die Liebe hin, von welcher jene Taftl dort spricht, auf die Liebe, in welcher der Sohn eins mit dem Vater war, und die er fortgeerbt haben will, wie er in seinem hohenpriesterlichen Flehen es erbittet: Ich in ihnen, gleichwie Du, Vater, in mir, auf daß die Welt erkenne, Du habest mich gesandt. Liebe Gemeinde, aus dieser Liebe ist ja auch dies Haus gebaut. Ich hab's mit besonderer Rührung gehört, wie zu ihm auch solche Christen Bausteine herbeigetragen, die selbst in heißen Kämpfen stehen, denen es aber in diesen Kämpfen um so wichtiger, um so mehr zur brennenden Aufgabe geworden ist, sich an der Ausbreitung der evangelischen Wahrheit zu beteiligen. So ist es aber; soll es zum regen Leben kommen, so muß uns erst der Name Immanuel als derjenige erschienen sein, außer welchem kein Heil ist, in dem wir allein, ganz allein selig werden. Wer mit dem frommen Sänger singen will: Valet will ich dir geben, du arge, böse Welt, — der muß auch mit ihm jubeln können: In meines Herzens Grunde Dein Nam', Herr Christ, allein funkelt all' Zeit und Stunde, des kann ich fröhlich sein. — So kommet denn, Ihr Mühseligen und Beladenen, Ihr nach der Gerechtigkeit Dürstenden an diesen Ort. Eins ist not! Hier ist Immanuel! Suchet, so werdet Ihr finden! 3. Immanuel! Was wir haben, tritt uns in diesem Namen entgegen; aber auch, was wir sein werden. Es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden; wir wissen aber, daß, wenn es erscheinen wird, wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Das letzte Blatt der Bibel weist auf die Vollendung hin und sagt: Sein Name wird an ihren Stirnen sein! Geliebte! Wir sind hier vielen Versuchungen zur Untreue ausgesetzt, daß wir in unserem Kampfe matt werden und ablassen. Ihr, lieben Jünglinge, steht auch noch in vielen Gefahren. Es ist freilich tröstlich, von dem treuen Leiter dieses Hauses zu hören, daß doch derer viele fest geblieben sind, die sein Wort zu Christo führte. Dennoch thut Euch und allen die Ermahnung not: Wie

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