Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 42 (1886)
- Issue
- 10 (1886)
- Date
- 1886-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Gmeth oder Stimmen der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begründer: I. C. Hartmann. Herausgeber: W. Becker. Nr. 10. 188«. 42. Jahrgang. Inhalt: Lydia Montefiore. — Parallelen zum Neuen Testament. — Eine Taufrede. — Die Juden in Schlesien. — Englische Wohlthätigkeit. Lydia Ulontefiore, die Tante des am 28. Juli 1885 zu Ramsgate verstorbenen Sir Moses Montefiore, war eine entschiedene Christin. Als sie einst während einer Krankheit von ihrem Neffen besucht wurde, legte sie vor demselben ein schönes Bekenntnis ihres Glaubens ab. Aber der Besucher war darüber sehr ungehalten und verließ sofort ihre Wohnung. Da sandte sie ihrem jüdischen Verwandten einen Brief, und als dieser uneröffnet zurückkam, einen zweiten, um dem Befehl ihres himmlischen Königs nachzukommen, der allen Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit verhelfen will. Die beiden Briefe läuteten nach dem Calwer Missionsblatt (1886 Nr. 7) folgendermaßen: I. Marseilles, den 16. März 1857. Lieber Neffe! Da Du immer so gütig gegen mich wärest, kann ich unser letztes flüchtiges Zusammensein, welches mir ohne Zweifel Deine alte Anhänglichkeit verschaffte, nicht stillschweigend übergehen, ohne mein herzliches Bedauern auszusprechen über die unfreundliche Art und Weise, mit der Du so plötzlich mein Zimmer verließest. In dem Bewußtsein, daß mir die göttliche Vorsehung nur noch eine kurze Frist gelassen hat, Dir für die gütige Teilnahme an meinem Wohlergehen zu danken, möchte ich dies nun aufs neue thun und Dich versichern, daß meines Herzens Sehnen und mein Gebet für Dich dahin geht, daß auch Du durch den Namen Jesu, des Messias, in welchem wir Menschen allein selig werden können, erlöst werdest, wenn Du ihn gleich jetzt in Deiner Verblendung verwirfst. Ich weiß wohl, daß Du mir schwerlich meine Fürbitte in Seinem Namen danken wirst, da die Decke des Unglaubens noch vor Deinen Augen liegt, wie er