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Dibre Emeth · 1886-01-01 · 6 (1886) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
42 (1886)
Issue
6 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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46 76. Hörte er denn auf, auf Erden zu sein, als er gen Himmel fuhr? — Ja. Denn warum sollte er länger unter den Bewohnern der Erde verweilen, nachdem er alles gethan, was ihm sein Vater zu thun aufgetragen, und uns mit Kleidern des Heils geschmückt hatte? 77. Und welchen Nutzen hatte seine Himmelfahrt für uns? — Sie ist uns auf doppelte Weise eine Wohlthat. Erstens: Da er für uns gen Himmel fuhr, wie er ja auch für uns von dort herabgestiegen ist, so bereitete er uns den Weg zur Auffahrt. Mn ist uns des Himmels Pforte, die wegen unserer Sünden verschlossen war, geöffnet. Zweitens ist er im Himmel, um unser Fürsprecher und Verteidiger vor Gott zu sein. 78. Hat der Messias uns verlassen und ist er nicht mehr bei uns, weil er zum Himmel aufgefahren ist? — Wohl ist er noch bei uns, denn er hat es uns versichert: „Siehe, sprach er, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende." 79. Befindet er sich leiblich in unserer Mitte, und können ihn fleischliche Augen sehen? — Nein. Denn sein Leib wurde in den Himmel ausgenommen und hörte auf, auf Erden zu sein. Allein mit seiner Kraft durchdringt er alles, ist überall. 80. Was willst du damit sagen: Nun sitzt er zur Rechten Gottes, des Allmächtigen, seines Vaters? — Daß ihn Gott zum König über alle Heerscharen des Himmels und der Erde gesetzt hat, damit sie ihm alle unterthan seien. 81. Was ist der Sinn des Ausdruckes: Sitzen zur Rechten Gottes? — Es ist ein gleichnisartiger Ausdruck und erinnert an irdische Könige, welche denjenigen, dem sie die Leitung ihrer Völker auftragen, zu ihrer Rechten setzen. 82. So ist dies also das Gleiche, was der heilige Paulus sagt: Daß Gott Jesum, den Messias, eingesetzt hat zum Haupt über seine Gemeinde oder Kirche, ihn zum Obersten aller Dinge erhöht und ihm einen Namen gegeben hat, der höher ist als die Namen aller Großen im Himmel und auf Erden? — Es ist also, wie du sagtest. (Fortsetzung folgt.) Misston unter den Inden in Uew-Uork. Ein dortiger Missionar schreibt: Es gab noch nie eine Zeit, in welcher es möglich war, das Evangelium so frei vor Juden zu predigen wie jetzt. Ich benütze jede Gelegenheit, zu meinen Brüdern aus dem Hause Israel von der Liebe Jesu zu sprechen. Ich halte jeden Sonnabend um drei Uhr nachmittagseinen hebräi-

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