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Dibre Emeth · 1886-01-01 · 6 (1886) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
42 (1886)
Issue
6 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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43 57. Gieb mir hierüber eine weitere Erklärung! —• Er starb, um die Strafe, welche wir um unserer Sünden willen hätten tragen müssen, von uns auf sich selbst zu nehmen. Da wir nun alle als Schuldige vor dem Throne Gottes dastehen, weil wir vor ihm gesündigt haben, so erschien der Messias vor einem irdischen Richter, um durch sein Urteil zum Tode verdammt zu werden und uns vor dem himmlischen Richter zu rechtfertigen. 58. Aber Pilatus hat ihn doch für gerecht erklärt und nicht' als einen Schuldigen verurteilt! — Beides war der Fall. Denn aus dem Zeugnis dieses Richters, daß in ihm nichts des Todes Würdiges erfunden sei, ersieht man, daß er nicht um seiner eigenen, sondern um unserer Übertretungen willen gestraft wurde. Indem er ihn aber als Richter dem Tode überantwortete, wurde damit gezeigt, daß er die Strafe trug, welche uns gebührt hätte, gleich einem Manne, der für einen andern Bürge ist. 59. In deinem Munde ist Wahrheit. Denn wäre in ihm Sünde gewesen, wie hätte er die Last unserer Sünden tragen können? Aber er hat sich selbst dem Tode preisgegeben und ist den Übelthätern gleich gerechnet worden, um unsere Seelen dem Tode zu entreißen. — Das ist das, was ich sagte. IX. 60. Liegt darin etwas Besonderes, daß er am Kreuze und nicht auf irgend eine andere Weise gestorben ist? — Ja. Wie St. Paulus schreibt, wurde er gekreuzigt, um den uns gebührenden Fluch auf sich selbst zu nehmen, denn verflucht ist jedermann, der am Holz hängt. 61. Darf man das sagen? Hast du nicht den Messias gelästert, indem du ihn einen Fluch Gottes nanntest? — Ich habe ihn nicht gelästert. Ich meine nur, daß er unfern, auf sich selbst geladenen Fluch, durch seine eigene Kraft getilgt und aufgehoben habe. Und siehe, er ist nun auf ewig der Gesegnete Gottes und stets bereit, uns mit seinen Segnungen zu erfreuen. 62. Fahre fort! — Weil der Mensch Gottes Gesetz übertreten hat, ist er des Todes würdig. Der Messias aber trat auf und starb für ihn und überwand durch seinen Tod den Tod. Damit sich nun alle davon überzeugten, daß er wirklich den Tod erfahren hat, so ließ er sich willig begraben wie andere Menschen. 63. Was nützt es uns, daß er den Tod vernichtet und besiegt hat, da wir sterben müssen wie vorher? — Obgleich auch wir sterben, haben wir doch einen Nutzen davon. Diejenigen, die an den Herrn, den Messias, glauben, gehen bei ihrem Tode von diesem Leben in das ewige Leben über.

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