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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 11 (1885) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
11 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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des Gottvertrauens. Sterns Gesundheit erhielt freilich durch die lange Hast einen starken Stoß. Nachdem die Gefangenen dank der göttlichen Hilfe und der Tapferkeit der Truppen des Lord Napier von Magdala nach England zurückgekehrt waren, wirkte der Missionar hier zuerst einige Jahre als Missions-Reiseprediger. 1870 übernahm er die Leitung der Mission in London. Er verblieb in dieser Stellung bis kurz vor seinem Tode. Auch wurde er Vorsteher der Heimat für Wanderer. In diesen Jahren wurden ihm von verschiedenen Seiten Zeichen der Anerkennung seiner Leistungen zu teil. So ernannte ihn der Erzbischof von Canterbury zum Doktor der Theologie, und das Komitee machte ihn zu seinem Ehrenmitglied. Seine große Erfahrung, sein gesundes Urteil, seine allgemeine Kenntnis des Missionsfeldes gaben seinem Eintritt in diesen Kreis einen hohen Wert. Von Zeit zu Zeit besuchte l>r. Stern die Provinzen, um für Juden und Christen besondere Predigten zu halten und für die Bedürfnisse der Gesellschaft zu wirken. Ihn bei solchen Gelegenheiten aufzunehmen, galt immer als besonderes Vorrecht; und seine tiefe Einsicht in die Lehren des Gotteswortes und seine Verherrlichung der Person und des Werkes des HErrn Jesus Christus wird in dem Gedächtnis derer fortleben, welche seine Predigten hörten. Es kamen nun öfters Anzeichen schwankender Gesundheit, aber er war gewohnt fortzuarbeiten, ohne seine Gebrechen zu beachten. Sein Ende trat früher ein, als man ahnen konnte.. Nach vielen Leiden ging er am 13. Mai d. I. zur himmlischen Ruhe ein. Der Leichentext konnte auf niemand besser angewendet werden als auf diesen treuen, ergebenen Diener Gottes: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft; ich habe den Lauf vollendet; ich habe Glauben gehalten. Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HErr, der gerechte Richter, an jenem Tage geben wird; nicht aber mir allein, sondern allen, die Seine Erscheinung lieb haben." (Tim. 4, 7. 8.) Di. Stern verlor seine erste Frau, von welcher er 2 Söhne und 5 Töchter hatte, im Anfang des Jahres 1874. 1883 heiratete er noch einmal. Er wurde am 18. Mai in dem Grabe seiner ersten Frau auf dem Kirchhof Jlfort beerdigt. B. v. P. — T. Die jüdischen Perikopen 1885/86* In den „Weckstimmen" von 1877 (Nr. 1) schreibt Missionar Eisenberg: „Am leichtesten können wir nach meinen Erfahrungen mit Israeliten ein religiöses Gespräch anknüpfen, wenn wir uns mit ihnen auf einen gemeinsamen Boden stellen, nämlich auf den

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