Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 4 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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26 der ewigen Heimat zum Schweigen kommen, das Neue Testament zur Hand! Leset aufmerksam und ernsten Sinnes, als solche, welche der Wahrheit die Ehre geben wollen und ihrer Seelen Heil und Frieden aufrichtig suchen, zuerst die vier Evangelien und sodann die Briefe der vier Apostel, Paulus, Petrus, Johannes und Jakobus! Die Männer, die hier zu euch reden, sind ja gleich dem Herrn Jesus selber, Fleisch von eurem Fleisch, die besten und edelsten eures Volkes! O saget selbst: Ist nicht alles, was euch da vom Thun und Reden dieses Jesus von Nazareth durch schlichte, glaubwürdige, auf Lug und Trug wahrlich nicht erpichte, sondern vom Geist der Wahrheit und der Liebe beseelte und geleitete Augen- und Ohrenzeugen berichtet wird, — ist das alles nicht eingetaucht in das strahlende Licht höchster, tiefsinnigster Weisheit, in den süßen Duft heiligster, tiefinnigster Gottes- und Menschenliebe? Auch wenn ihr Jesum nur nach seiner rein menschlichen Seite ansehen wollt, — gab es jemals einen edleren, einsichtsvolleren, mutigeren, selbstloseren, reineren, mit Einem Worte: einen göttlicheren Menschen, als ihn? Gab es je einen Menschen, der in höherem Maße von Gott begeistert, erleuchtet und legitimiert war?! Ja wahrlich: Er ist der größte Wohlthäter des Menschengeschlechts! Ströme des Segens sind von ihm ausgegangen. An seinen Namen, an sein Auftreten in der Geschichte knüpft sich das Gedächtnis zahlloser Segnungen. Und sie ergießen sich noch fort und fort in die Wüsteneien, welche Sünde und Thorheit in der Menschheit zuwegebrachte und -bringt, — breiter, tiefer, majestätischer, segensvoller, als Rhein, Congo und Amazonenstrom, oder als der Nil, der Egyptens dürre Fluren alljährlich von neuem in das fruchtbarste Kornland umwandelt. Wer hat die Ketten der Millionen von Sklaven der alten und neuen Welt zerbrochen? Kein andrer als Jesus Christus. Er ist's, der die Gleichheit, die Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit aller Menschen, aller Sünder vor Gott als höchsten Rechtsgrundsatz hingestellt, der die wahre Bruder- und Nächstenliebe als die Summe aller Tugenden, als den schönsten Schmuck der Menschenseele und des Menschengeschlechts uns gezeigt hat. Und sein Apostel Paulus ist es, welcher durch die Jahrhunderte in allen Sprachen und Zungen der Völker jene Worte gerufen hat, die gleich mächtigen Hammerschlägen unzählige Fesseln sprengten, die Worte: „Ihr seid teuer erkauft, werdet nicht der Menschen Knechte!" „Ihr Herren, was recht und gleich ist, das beweiset den Knechten (Sklaven), und wisset, daß ihr auch einen Herrn im Himmel habt." Was trieb, begeisterte und stärkte William