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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 1 (1885) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
1 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Fränkel'schen Zufluchtshaus. Ein Frauenverein nimmt sich armer israelitischer Frauen an , die ihren mütterlichen Beruf ausüben. Der israelitische Hilfsverein will herabgekommenen Glaubensgenossen durch kleine Darlehen wieder aufhelfen. Und auch hier ist noch einmal Frankels Name zu nennen. Als der Zweck seines Darlehensinstitutes wird Vorbeugung gegen Armut unter jüdischen Familienvätern angegeben. Der Zinsfuß beträgt 2 pCt., die dargeliehenen Summen können die Höhe von 1500 Mark erreichen und werden in wöchentlichen Raten zurückgezahlt. Mehrere kleine Gesellschaften erstreben neben der Pflege der Geselligkeit auch die Unterstützung ihrer Mitglieder in Notfällen. Kranke finden Aufnahme in dem Hospital der 1826 gestifteten Krankenverpflegungsanstalt und Beerdigungsgesellschaft, Sieche in dem mit dem Krankenhaus verbundenen Siechenhaus. Für die Beerdigung sorgt auch seit 1844 die israelitische Beerdigungsgesellschaft. Schließlich gedenken wir einer Gesellschaft, deren Wirksamkeit über die Grenzen Breslaus hinausreicht, des jüdischen Jerusalemsvereins (Ahabath Jeruschalajim). Dieser bezweckt die Unterstützung armer jüdischer Gelehrten in Jerusalem, sowie die Versorgung ihrer Witwen und Waisen. _ Die vorstehenden Mitteilungen sind fast ausnahmslos dem Breslauer Adreßbuch für 1885 entnommen. Wir wären den Lesern der „Dibre Emeth", die dazu im stände sind, von Herzen dankbar, wenn sie uns ähnliche Zusammenstellungen aus andern größern Städten Deutschlands oder benachbarter Länder einsenden wollten. Auch Israeliten seien hiermit freundlich dazu eingeladen, uns Christen zu einer „wahrheitsgemäßen Kenntnis des Judentums" zu verhelfen. _ Jüdische Uamen. Von vielen Israeliten der Gegenwart kann man sagen, daß sie nur noch durch ihre Namen in einer Verbindung mit der in der heiligen Schrift niederlegten Gottesoffenbarung stehen. Noch immer finden wir die Benennungen der Väter des alten Bundes wieder. Ist es nicht, als mahnten sie das entartete Geschlecht unserer Tage zur Umkehr? Eine große Anzahl dieser Benennungen hängt mit den Ausdrücken zusammen, die zur Bezeichnung Gottes dienen: El, Schaddai, Zur, Jehovah (Iah). In der Bibel kommen zum 1 Beispiel vor: Elizur (mein Gott ist Fels), Zuriel (mein Fels ist Gott), Zurischaddai (mein Fels ist der Allmächtige), Pedahzur (der Fels erlöst), Jehoschua oder Joschua (der Ewige hilft), Jonathan

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