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Dibre Emeth · 1885-01-01 · 1 (1885) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
41 (1885)
Issue
1 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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die der jüdischen Gottesverehrung gewidmet sind, den Synagogen zum Tempels und zum Storch und der neuen Synagoge, verschiedene Betsäle: die Landschule, die Zülzer, die Sklower, die Alte Glogauer, die Neue Glogauer, die Lemberger, die Zuckermannsche Synagoge. Zur Unterweisung der Jugend in der jüdischen Religionslehre sind bestimmt die beiden Religionsunterrichtsanstalten der Synagogengemeinde I. und II. Für unbemittelte jüdische Kinder, welche höhere Schulen besuchen, bringt seit dem vorigen Jahr ein Verein, der Montefioreverein von 1884, das Schulgeld auf. Ebenso ist hier im abgelaufenen Jahr eine Gesellschaft junger Leute unter dem Namen: Machschibe Thorah zusammengetreten, um solche Personen, die sich an einem regelmäßigen Religionsunterricht nicht beteiligen können, in ihrem religiösen Wissen zu fördern. Die Erreichung dieses Zweckes wird durch Veranstaltung von Vorträgen über die 5 Bücher Moses, über die jüdische Geschichte u. s. w. gesucht. Aelter ist der Verein Kobea Jttim Latthorah, der biblisch-talmudische Vorträge abhalten läßt. Weiter sorgt für die Pflege des geistigen und geistlichen Lebens die von dem jüdischen Lehr- und Leseverein gegründete, im Jahr 1861 in den Besitz der Synagogengemeinde übergegangene Bibliothek. Zu den zahlreichen Fränkelschen Stiftungen gehört ein Seminar, in welchem junge Männer zu Lehrern und Rabbinern herangebilbet werden. Für die Ausbildung der letzteren, sowie für die Förderung talmudischer Studien ist auch die Bethhamidrasch- Stiftung des Kaufmanns Mora Salomon Leipziger bestimmt. Zur Aufnahme verwaister Kinder dient das israelitische Waisenhaus. Die Unterbringung armer Knaben bei tüchtigen Handwerkern vermittelt der Verein zur Beförderung der Handwerke unter den Israeliten, der zugleich unbemittelte Meister durch Gewährung zinsloser Darlehen unterstützt. Hier ist auch das Fränkel'sche Institut zur Beförderung der Künste und Handwerke unter den Juden zu erwähnen. Für Mädchen ist eine Industrieschule eingerichtet. Ein Jungfrauenverein zahlt für bedürftige Mädchen entweder das Schulgeld, um sie für das Lehrfach ausbilden zu lassen, oder verhilft ihnen zur Erlernung eines Gewerbes. Daneben giebt es eine Gesellschaft zum Zweck der Ausstattung armer Mädchen. Die israelitische Volksküche verschafft den Unbemittelten eine gute, billige Kost, die Caro'sche Stiftung von 1858 billige Wohnungen. Eine der Fränkel'schen Stiftungen öffnet solche Wohnungen Juden und Christen, wie auch an den Sterbetagen des Stifters, seiner Eltern und Geschwister, fünfmal im Jahre, 450 Mark an Juden und Christen verteilt werden. Ganz unentgeltliche Aufnahme finden arme jüdische Familien im

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