Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 41 (1885)
- Issue
- 1 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus dieser kurzen und einfachen Erzählung geht klar hervor, ' daß das Blatt niemals weder mir, noch jemandem anders als der Missionsgesellschaft gehört hat. Schon daß es von einem Missionare herausgegeben wurde, deutete darauf hin, und Herr Prediger .» Flad hat auch dem Blatte seine Originalberichte aus Abyssinien li übergeben, weil er es für ein Blatt unserer Gesellschaft in London hielt. Und auch das Komitee hat es so angesehen und konnte es i natürlich nur für sehr befremdend halten, daß das Blatt zur Ver-; schmelzung mit dem „Freund Israels" übergeben worden war, und daß die Abonnenten nun aufgefordert wurden, den „Freund Israels" , zu halten, statt die „Dibre Emeth". Die verehrliche Redaktion j wird hieraus erkennen, daß die Verschmelzung der „Dibre Emeth"! mit dem „Freund Israels" nur aus Irrtum geschah, und wird ' sie nicht mehr aufrecht halten wollen, auch nicht mehr die bisherigen Abnehmer der „Dihre Emeth" zum Halten des „Freundes Israels" / auffordern. . I. C. Hartmann, Pastor em. 4 Ich bin die Wahrheit. So hat vor mehr als 1800 Jahren ein Mann im jüdischen < Lande geredet. Allerlei seltsame Gerüchte waren über ihn ver-; breitet. Man erzählte sich, er sei in geheimnisvoller Weise geborenworden, es seien Engel erschienen, um auf seinen Eintritt in die Welt aufmerksam zu machen, und weise Männer aus weiter Ferne herbeigeeilt, um ihn als einen König der Juden zu begrüßen. Und dann, so sagte man weiter, war der Knabe herangewachsen wie noch kein anderes Menschenkind: Gott über alles liebend, den Eltern gehorsam und freundlich gegen alle Menschen. Als dreißigjähriger Mann aber hatte dieser Jesus von Nazareth angefangen, nach Art der alten Propheten unter seinem Volk zu wirken: wunderbare, von einer besonderen Geisteskraft zeugende Worte zu reden und diese mit wunderbaren Thaten zu begleiten. Sein Wandel war vollkommen untadelig; nie fiel ein Schatten von Sünde auf die, mit denen er verkehrte, dagegen nahm er ihre Sünde auf sich und suchte sie von den wohlverdienten Strafen zu befteien.! Das Merkwürdigste an diesem merkwürdigen Manne aber haben nur wenige seiner Zeitgenossen erkannt. Wem die Augen geöffnet wurden, daß er in die Tiefe des Wesens Jesu eindrang, der sah in diesem Menschensohn die Herrlichkeit des eingeborenen Sohnes Gottes. Ja, das Wunder aller Wunder war geschehen: \ In dem Nazarener trat der unendliche, ewige Gott in die Schranken ) der Endlichkeit und der Zeit ein. Der Nazarener konnte in höherem I