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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 11-12 (1884) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
11-12 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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186 nicht den Weg über Golgatha »ach Lviisblimini nehmen wollten, sondern sich unmittelbar in die Höhe setzten und ihre Gedanken neben den Stuhl Gottes. Jüdische VolKsverhiiltnijse. Der bekannte jüdische Statistiker Or. S. Ncumann hat jüngst Beiträge »Zur Statistik der Juden in Preußen von 1816—1880« geliefert, welche uns manche Blicke in das eigenthümliche Wesen des heutigen jüdischen Stammes thun lassen. 1816 kamen auf je 100 000 Einwohner des preußischen Staates etwa 1200 Juden, heute 1330. Ein großer Wechsel aber hat in den Wohnsitzen derselben stattgefunden. Aus den ärmeren und dem Handel nicht so reichen Gewinn abwerfenden Provinzen Posen und Preußen ziehen die Juden stetig mehr hinweg und drängen sich besonders in die großen Städte. Früher wohnten fast 53 Prozent aller preußischen Juden in jenen Provinzen, heute nicht mehr ein Drittel derselben. Bon je 100 Juden wohnten 2,72 Prozent im Jahre 1816 in Berlin, heute 17,74 Prozent, d. h. also der fünfte bis sechste Jude in Preußen drängt sich nach der Hauptstadt. Ahmten die Christen den Juden hierin nach, dann müßte die Hauptstadt über 5 Millionen Einwohner haben, und ganze Strecken unseres Landes würden halb entvölkert werden. Es findet aber überhaupt ein Drängen der Juden nach den großen Städten statt. Seit 1849 hat sich die Judenschaft von Memel um 1100 Prozent gesteigert, seit 1840 von Königsberg um 250 Prozent, von Thorn um 350 Prozent, von Berlin um über 700 Prozent (6460 gegen 64 000), von Guben um 200 Prozent, von Kottbus um 800 Prozent, von Stettin um 500 Prozent, von Breslau um 200 Prozent, von Liegnitz um 250 Prozent, von Görlitz um 500 Prozent, von Beuthen in O.-S. um 200 Prozent, von Magdeburg um 150 Prozent, von Halle um 280 Prozent, von Erfurt um 280 Prozent, von Bielefeld um 300 Prozent, von Dortmund um 700 Prozent, von Bochum um 300 Prozent, von Krefeld um 400 Prozent, von Essen um 250 Prozent, von Elberfeld-Barmen um fast 900 Prozent, von München-Gladbach um 600 Prozent, von Köln um 800 Prozent.

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