Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 5-6 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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mir unterrichtet worden, fünf Monate hat Dich die Liebe evan» gelischcr Christen, deren etliche jetzt mit Dir am Altar des HErrn stehen, getragen und behütet und für Dich gesorgt, und heute nun sind wir alle bereit, Dich in unsre Gemeinde aufzunehmen. Du sollst ein Glied der Kirche werden, deren A und O, Anfang und Ende Jesus Christus ist, der Kirche, die eS weiß und bezeugt, daß Jesus Christus allein und sonst Niemand, daß kein Heiliger noch Apostel, daß keine Maria noch Petrus, daß kein Papst noch sonst ein Mensch der Weg, die Wahrheit und das Leben sind. Du kennst Deinen Heiland jetzt ganz anders als damals, wo Du ihn in der Kirche Roms fandest. Du weißt, daß Du jetzt in jeder Stunde ohne menschliche Mittler durch Jesum Christum dem Vater im Himmel nahen kannst. Du weißt, daß er allein Deine Gerechtigkeit ist, er selbst aber auch die wahrhaftige und völlige Gerechtigkeit. Du weißt, daß Du in ihm allen Muth, alle Kraft, allen Trost und Alles für hier und dort, für Leben und Sterben findest. Dir ist nun selbst sein Bibelwort in die Hände gelegt. Dir ist der Zugang zum Throne Gottes völlig aufgethan. Niemand tritt mehr zwischen Dich und ihn, Du sollst ihn jetzt auch ganz und gar im Abendmahl empfangen. Ach, Du hast einst an seinem Tisch gesessen und seinen Leib genossen, aber sein Blut, das uns doch reinigt von allen unfern Sünden, hat man Dir vorenthalten. Man hat Dich etwas von der Himmelskost Jesu Christi schmecken lassen, aber die Hälfte hat man Dir zurückbehalten. Nun sollst Du die ganze Himmclsspeise und den ganzen Himmelstrank erhalten und also für Deinen weiteren Gang gestärkt werden. Liebe Gemeinde und Ihr lieben Zeugen dieses jungen Christen, wir wollen ihn jetzt zum Tisch der Gnade begleiten und ihn dort völlig seinem Heiland übergeben, daß er ihn leiten möge. Morgen wird er dann schon nach Berlin reisen, wohin man ihn zur Probe auf vier Wochen in's Heidenmissionsseminar gerufen hat. Wir wissen nicht, ob seine Kraft zureichen wird, um das Amt eines Heidenmissionars zu übernehmen. Ein Versuch soll erst mit ihm gemacht werden, und wir wollen es darum auf's betende Herz nehmen, daß es sich bald zeigen möge, ob der Beruf eines Heidcnmissionars oder ein anderer Beruf für ihn der Wille GotteS ist. Aber daran können wir festhalten, daß der HErr, welcher ihn bis dahin gebracht, ihn auch weiter leiten werde.