Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 3-4 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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57 merksanikeit wurde nämlich durch einen klopfenden Ton am Fenster erregt, und nachdem sich derselbe etliche Male wiederholt hatte, öffnete er das Fenster, um die Ursache zu erfahren, da dann ein kleiner Vogel erschrocken hereinflog und sich auf seine Hand nicderließ. »Das ist eine Botschaft von Gott,« sagte er zu sich selber, »ihr seid besser denn viele Sperlinge!« und so erwachte frische Hoffnung in seinem Herzen. Es war auch um diese Zeit, daß ein von Frau Herschell an ihren Schwiegervater in Strzelno geschriebener hebräischer Brief eine glückliche Aussöhnung zwischen ihrem Mann und seinen jüdischen Verwandten anbahnte, was ihn veranlaßte, in einer großen Anzahl Städte auf dem Festlande die Synagogen zu besuchen, da er dann vielen Hunderten seiner Brüder das Evangelium predigte und nachher seinen »kurzen Abriß von den Juden« herausgab. Das Jahr 1834 wurde in einer bescheidenen Wohnung zu Camden-Street zugebracht und war eine Zeit harter Arbeit, um sein Durchkommen zu finden. Während er aber unermüdet als Lehrer thätig war, indem er hebräische und deutsche Stunden gab, ließ er in seinen Bestrebungen für das Heil der Seelen nicht nach. Im Oktober dieses Jahres schrieb er: »Der HErr hat mir gnädiglich einen Weg eröffnet, da ich mich nützlich machen kann. Ich kann mich des großen Lokals einer Kleinkinderschule in einer sehr arme», schmutzigen und elenden Gegend bedienen, wo ich zweimal wöchentlich die heilige Schrift erkläre. Ich hatte gestern mehr denn 50 Zuhörer, viele Arbeiter und Arbeiterinnen, und auch zwei oder drei Damen mit feingeschmückten Hüten.« Im Januar 1835 wurde ihm das Anerbieten gemacht, Prediger einer Gemeinde in Schottland zu werden. Da er aber glaubte, daß sein ihm von Gott angewiesener Beruf gegenwärtig das Werk eines Evangelisten sei und nicht das eines Pastors, so lehnte er dasselbe ab, obschon die Besoldung Aussicht auf lebenslängliche Versorgung gewährte. Wenige Monate nachher jedoch nahm er für eine Zeitlang eine Anstellung als einheimischer Missionar in dem kleinen Dorfe Leigh nahe bei der Mündung der Themse an, wo mancher glückliche Christ in später» Tagen Gott dafür pries, daß er durch seinen treuen, bewährten Dienst aus der Fiusterniß zu seinem wunderbaren Licht gebracht worden war, und wo er in