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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 3-4 (1884) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
3-4 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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40 einer jüdische« Schmähschrift gab der französische Baron eine — 230 Seiten nmfassende — ergreifende Ansprache an die Inden heraus, in welcher er ihnen Jesum von Nazareth als den einzigen Retter von Sünde, Tod nnd Teufel anpreist. Wir begnügen uns ungern mit der Anführung weniger Zeilen: »Ihr (Juden) mußt zu meinem Bedauern viel Schimpf und Schande unter uns erleiden. Das stößt euch zurück und bewirkt, daß ihr gegen alles, was man euch sagt, das Ohr verstopft. Nun, verstopft cs immerhin gegen unser Gerede, gegen alles, was wir ans eigenen Einfällen mit euch reden mögen! Ich finde das nicht so befremdlieh. Aber, Verehrer der Schrift, wie ihr seid, wollt ihr es nicht zum wenigsten der Stimme Gottes öffnen, seinem heiligen Wort? Wollt ihr nicht darin forschen nach seinen Verheißungen, nach eurem Heil?« (»Saat auf Hoffnung« 1882, I. S. 10—21.) II. Aus dem 17. Jahrhundert. 4. Amalie Elisabeth, Landgräfin von Hessen (1602 bis 1651). Die auf ihrem Sterbe- und Begräbuißthalcr stehende Inschrift: »Wider Macht und List mein Fels Gott ist!« läßt sich als Motto namentlich über ihre Regierungszeit (1637—50) setze». Die Fürstin verband mit der Sorge für ihr Land die für ihre (resormirtc) Kirche. Aber sie gedachte auch der verblendeten Juden und hielt es für ihre Christenpflicht, ihnen das Evangelium zu bringen. Darum richtete sie an verschiedenen Orten besondere Predigtgottesdienstc für Israeliten ein. Am 5. August 1647 wurde auf dem Rathhause zu Kassel der erste abgehalten. Drei Jahre später erschienen eine Sammlung von JudenmissionSpredigten nnd ein für den Unterricht von Inden bestimmter Katechismus im Druck. Die Herausgeber dieser Bücher waren Justus Soldauns nnd Sebastian Curtius. (Fr. Loch, »Der cvangel. Pfarrer«, 1883. S. 161 ff.) 5. Jodokus von Lodenstein (1620 — 77), ein merkwürdiger Mann, über den Göbel in seiner »Geschichte des christlichen Lebens in der rheinisch-westfälischen evangelischen Kirche« berichtet, erweist sich durch folgende Aeußerung als einen Freund Israels: »Haben wir (Resormirtc) die köstliche Wahrheit vor Andern von dem HErrn erhalten, wodurch Gott allein verherrlicht und der Mensch umsonst selig wird, — was müßten wir dann

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