Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 40 (1884)
- Issue
- 3-4 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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38 und Samarin bei Haifa. Alle dieselben sind von eingeborenen Juden mit unzureichenden Mitteln in's Leben gerufen, schließlich aber vor dem völligen Ruin bewahrt worden. Sie sind nämlich in die Hände einiger der reichsten Juden Europas iibergegangen, welche sie nun durch ihre Agenten verwalten und die ursprünglichen Ansiedler dort als Arbeiter oder Pächter weiter arbeiten lassen. Diese Leute können dort nun freilich bestehen, aber die Hilfe wird ihnen in der äußerlichsten Weise allein durch Geld gewährt, und ein Herz wird ihnen nirgends entgegengebracht. Die dortigen Kolonisten verlieren indessen ihre hergebrachte Religion, und Besseres wird ihnen an deren Stelle nicht geboten, so daß sie sich tief unbefriedigt fühlen. Diese Kolonieen thnn daher auch Artus keinen Eintrag, sondern Ansiedler derselben äußern theilweise den Wunsch, in die Missionskolonie ausgenommen zu werden. Das Missionswerk an den jüdischen Flüchtlingen beschränkt sich jedoch nicht auf die Kolonie Artus. 20—30 Minuten von Jerusalem stehen auf der Jaffastraße zwei Häuser, zu denen einiges Land gehört und die von der Hilfsgesellschaft für einen billigen Preis gemiethet worden sind, um dort zwei Flüchtlingsfamilien, die 16 Personen zählen, unterzubringen. Aller Anstrengungen der Jerusalemer Juden ungeachtet sind diese Familien dort unter der Leitung und geistlichen Pflege der Missionare geblieben und wollen sich nun auch vom Landbau ernähren. Die alte Missionsarbeit in Jerusalem geht inzwischen auch ihren früheren Gang weiter. Das Jndustriehans der Mission daselbst hielt am 21. Dezember sein 34. Jahresfest. Das Haus hatte.18 Insassen. Alle Anstalten der Mission in der heiligen Stadt sind ungemein angefüllt, und mit unsäglichem Eifer thun die Missionare an jeder' Stelle ihre Arbeit. Sie werden zu seiner Zeit auch ernten! Freunde Israels aus vier Jahrhunderten. Von P. W. Becker in Dachtel. Die nachfolgenden kleinen Beiträge zur Geschichte der evangelischen Judenmission berücksichtigen Personen, welche hinsichtlich der Lebenszeit und des Wohnortes, der Berufsstellung und Glaubensrichtung vielfach von einander verschieden sind. Sic gehören den