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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 11-12 (1883) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
11-12 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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188 mehreren anderen Bildern und einer Karte von Jerusalem ausgestattet ist. Zweck des Buches ist es, durch Schilderung der Entstehungsgeschichte des evangelischen Bisthums in Jerusalem jetzt, wo die Frage seiner Neubesetzung schwebt und sogar ein Vorschlag der Aufhebung desselben laut wird, an die Gedanken zu erinnern, welche es seiner Zeit in's Leben gerufen haben. Die Dokumente, welche die Errichtung dieses Bisthums behandeln, lassen diese Gedanken am klarsten zu Tage treten, und der Verfasser hat deshalb recht gethan, sie selbst dem Publikum zu übergeben. Erinnert sei nur, daß der Gedanke an die Gründung eines evangelischen Bisthums zu Jerusalem in Friedrich Wilhelm IV. von Preußen erwacht ist, daß nach den deshalb mit England geführten Verhandlungen aber der jedesmalige Bischof Glied der anglikanischen Kirche sein oder werden muß, Preußen hingegen für eine Ausstattung des Bisthums mit einem Fundativnskapital von 300 000 Mk. sich lediglich das Recht Vorbehalten hat, ein Mal um das andere die Person des Kandidaten für diese Stelle zu benennen. Die Stellung, welche Friedrich Wilhelm IV. hier einnahm, war eine fast zu bescheidene. Der Gedanke, ein allgemeines evangelisches Bisthum in Jerusalem zu gründen, muß nach der nun vorliegenden Ausführung desselben jedenfalls dahin verstanden werden, daß sich auch Nichtanglikaner, besonders im heiligen Lande, einem anglikanischen Bischöfe anschließen und zu seiner Erhaltung die Hand bieten sollen. Aber der Sache der evangelischen Kirche im Orient hat die Gründung dieses Bisthums nun doch genützt und sie hat zum Theil wenigstens die von Friedrich Wilhelm IV. gewünschten Folgen gehabt. Es ist so geschehen, wie cs der König gehofft hat: daß die Augen der Orientalen sich auf die evangelische Kirche gerichtet haben, und daß in der evangelischen Welt eine regere Theilnahme für Jerusalem und für die Evangelisirung des Ostens erwacht ist. In der That, die evangelische Missionsthätigkeit im Orient hat einen bedeutenden Anstoß durch das von dem preußischen Könige ausgehende Unternehmen erfahren. Für das innere Leben jener Länder ist daher der königliche Plan von hoher Wichtigkeit geworden. Die Stellung des Bischofs selbst ist eine etwas lose; sowohl die britischen als die deutschen Missions-Unternehmungen stehen

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