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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 11-12 (1883) · page 27

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Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
11-12 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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187 Der Religionswechsel unter den Juden der österreichischungarischen Doppelmonarchie ist seit dem Erwachen der antisemitischen Bewegung daselbst ein besonders lebhafter, und die Zahl der Uebertritte steigert sich daselbst stetig. Noch eine Bemerkung. 1881 traten zur russischen Kirche 572 Juden über, zur christlichen in Wien während des Jahres 1882 etwa 203. Die Verhältnisse beider Jahre werden ungefähr die gleichen gewesen sein, so daß wir in den beiden eben angegebenen Gebieten die Zahl der Uebertritte auf 775 berechnen können. Früher gaben wir einmal die Zahl der jährlichen Judentaufen in der Welt auf etwa 1000 an, diese Zahl steht aber bei Weitem unter der Wirklichkeit. Wenn 775 bereits auf die russischgriechische Kirche und die Stadt Wien kommen, so bleibt für das ganze übrige Gebiet der römischen, evangelischen und griechischen Kirche der Welt nur die Zahl von 225 Taufen übrig. Nun fanden aber im Jahre 1881 allein 122 Judentaufen in der evangelischen Kirche der acht alten Provinzen Preußens, 19 in der lutherischen Kirche Hamburgs statt, also 141 in diesen beiden anderen Gebieten. Es bleiben mithin, wenn nur 1000 Judentaufen des Jahres angenommen würden, blos 84 solcher für die gesammte übrige protestantische, römische und griechische Welt übrig. In der gar nicht bedeutenden evangelisch-bischöflichen Kirche von Nordamerika geschahen aber 1881 allein über 100 Judentaufen, so daß schon hiermit die Zahl 100 überschritten ist. Rechnen wir hinzu, was wir aus den Berichten anderer evangelischer Kirchen und aus Berichten verschiedener Missionsgesellschaften wissen, so werden wir sagen können, daß ganz gering gerechnet gegenwärtig jährlich 1500 Juden durch die Taufe in die christliche Kirche ausgenommen werden. Das Jerusalemer Gisthum. Prediger William H. Hechler, jetzt britischer Gesandtschaftskaplan in Stockholm, ein Mitglied der Londoner Judcn-Missionsgescllschaft, hat ein sehr dankenswerthes Buch über das Jerusalemer evangelische Bisthum in englischer Sprache unter dem Titel: „The Jerusalem Bishopric. London, Triibner and Co. 57 & 59. Ludgate Hill“ (1883, 211 S.) erscheinen lassen, das mit eiuein Bildniß des Königs Friedrich Wilhelm IV. von Preuße»,

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