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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 11-12 (1883) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
11-12 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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175 die Taufe bat, erzählte demselben, daß er in dem Missionshospital zu Jerusalem die ersten Eindrücke, welche ihn zum Christenthum hinzogen, empfangen habe. Von Persien war gleichfalls von uns fortlaufend berichtet worden und sollen hernach noch besondere Mittheilnngen folgen. In Afrika durfte das Werk zu Mogador in Marokko wieder seinen früheren Leiter Ginsbnrg zurückerhalten. Die Arbeit ist indeß durch die Nationalhelfer fortgesetzt worden und hat sich besonders segensreich unter der Jugend erwiesen. Alle Verfolgungen haben hier nichts ausgerichtet. »Sie haben Ihre Bücher verbrannt«, sagte ein Vater zum Missionsgehilfen Zerbst, »die messianischen Prophezeiungen, welche den Haphtoroth (Lektionen aus den Propheten) beigefügt sind, herausgerissen, aber wir können unsere Kinder nicht verbrennen. Sie kommen aus der Schule und singen Ihre Lieder und wiederholen Ihre Sprüche, der eine Sprüche aus Jesaia, der andere aus Micha, der dritte aus Daniel in unserer eigenen heiligen Sprache. Wir können unsere Ohren nicht mehr zustopfen und ihnen die Zunge nicht ausschneiden. Und nach allem ist es unsere eigene heilige Schrift, so daß alles, was unsere Kinder lernen, unsere Aufmerksamkeit für sich fordert.« Ein Jude, der seines Fanatismus wegen bekannt ist, brachte seinen Knaben und sagte: »Im Mellach (Judenviertel) ist keine Religion, Gott ist dort kaum gekannt. Falschheit und Gottlosigkeit herrschen daselbst; wir haben geflucht, und Gott segnet Sie. Ihre Geduld hat mich zu Ihnen geführt; ich war Ihr Gegner, und heute komme ich mit der Bitte, daß Sie meinen lieben Sohn in Ihrer Religion unterrichten; eine Religion, die solche Geduld zeigt, muß von Gott kommen.« Wie in Mogador, wird auch in Tunis auf das Schulwerk ein besonderes Gewicht gelegt; am Schlüsse des Jahres besuchten die Missionsschule 102 Knaben und 250 Mädchen. Große Fortschritte sind hier zu verzeichnen. Vor wenigen Jahren versuchten 8 Knaben, als das Neue Testament eingeführt wurde, überall, wo sie ihn fanden, den Namen Jesu auszutilgen; jetzt besitzen fast alle jene 8 eine Bibel, die sie sich von ihrem eigenen Gelde gekauft haben und welche sie sorgfältig in gutem Zustande erhalten. Auch des Werkes in Abessinien gedenken wir an dieser Stelle nicht besonders, da wir über dasselbe sonst berichten. Hoffnungslos

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