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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 9-10 (1883) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
9-10 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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144 ihn angenommen für meinen Priester«, wie steht Psalm 110,4; für meinen König, welchem die ganze Welt übergeben ist, Dan. 7, 13. 14. Psalm 27. Sacharja 9; für mein Opfer Jcsaia 53; für das Kind, welches von der Jungfrau geboren ist, Jesaia 7, 14; daß er also der 1. Mose 3, 15 versprochene Wcibessame ist. Ich habe ihn angenommen für das liebe Kind, von welchem es heißt: „Wunderbar, Rathrc.", und daß sein Königreich kein Ende hat Jcsaia 9, 6. 7; welcher herkommt vom Geschlecht Juda 1. Mose 49, 10. Jesaia 11. Sacharja 2; welcher Jehovah heißt Jer. 23, 6. Josna 1, 7. Jcsaia 8, 13. Sacharja 2. Jesaia 40. In Jesaia 53 finde ich ihn ganz. Jesaia 6 und 28 stnde ich der Juden Verblendung, in Kapitel 8, daß an Jehovah, dem Felsen, die Kinder Israel fallen werden. Der genannt wird „Stein", ist der Stein Psalm 118, 23, er ist der Stein Jesaia 28, 16.« Nach und nach aber erst gelangte er zu solcher Erkenntniß, zunächst beunruhigte ihn auch die Frage, an welchen Thcil der Christenheit und Kirche er sich anschließen solle. Er suchte hin und her und wußte oft nicht ein und ans. In dieser Zeit trat er unter Anderen mit einem refvrmirten Geistliche» der Schweiz in Verbindung, der über ihn an Callenberg schreibt: »Seine Verwandten kamen zu mir und lagen mir sehr an, ich solle ihn bestimmen, seinem Weibe den Scheidebrief zu gebe» und von ihm zu erforschen, wo die ihm anvertrauten Kinder seien. Seit dem 13. Februar (1746) nun habe ich nichts von ihm gehört, vergangenen Montag den 4. April aber traf er bei mir ein und erzählte mir folgende Erlebnisse. Wie er von Wangen verreiset, habe ihn und seinen Bruder im Walde bei Steußlingen ein Husar angcpackt. Er habe aber allein stillegehalten, um seinem Bruder Luft zu machen. Der Husar habe ihm sein Geld abgefordert, dem er es auch gegeben und Gott gedankt, daß er ihm das Leben errettet. Als er nach Buchau zu seinem Weibe und Kindern gekommen, habe er sich etliche Tage bei ihnen aufgehalten, ihnen seine Uebcrzeugnng entdeckt und wie, wenn auch andere Juden sollten selig werden, er verdammt werden würde, wenn er sich dem gnädigen Rufe Gottes widersetzte. Seinem Weibe habe er, wenn sie es thun könnte, die Fortsetzung ehelicher Treue angebotcn; diese habe sich aber auf die Gutachten der Rabbinen bezogen. Er sei hierauf nach Mieringen gegangen, wo

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