Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 9-10 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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142 und hätte nur Gott als Schöpfer erkannt und die Erlösung durch Jesum Christum hätte ich verschlafen lassen. Denn der Satan mag wohl die Schöpfung leiden, aber die liebe Erlösung zertritt ihm den Kopf in den Herzen. Gegen diesen Glauben wehrt er sich, da sucht er Auswege, das Herz wegzuführen. Denn sobald Gott der Schöpfer und Erlöser im Herzen ist, so ist das Herz leer von sich selbst, so verliert der Satan seine Bewohnung, dann kommt der neue Geist in die Herzen. Viele Tausend meiner Liebhaber unter den Juden haben mich hinsetzen wollen auf Jungholz, wo ich mit den armen Kindern sammt meinem Weibe und eigenen Kindern hätte unterhalten werden sollen. Ich habe das Gesicht so neben mir stehen lassen wollen, ich wäre gern ein guter Jude geblieben. Ich habe bei der Obrigkeit die Wohnung bestellt, daß ich habe als ein Jude wollen still sitzen und die künftige Woche habe ich wollen einziehen. Aber der getreue, gütige Gott und barmherzige König hat durchgeholfen. Sonntags des Morgens ist Jesus Christus in meinem Herzen kräftig aufgestanden, daß ich überfallen worden bin mit einem innerlichen Triebe des Geistes in meinem Herzen, und der Trieb hat sich vermehrt im Herzen, daß die Vernunft nicht mehr im Stande gewesen, dagegen zu disputiren. So bin ich in großem Gnadenzwang gewesen und in großer Aengstigung. Darnach habe ich in meinem Herzen ein Uebergewicht bekommen. Da habe ich mich darein ergeben, an das Gesicht zu glauben, und habe mir lesen lassen, was in dem Worte des Messias steht. Da habe ich gehört, daß steht, er werde kommen in einer Wolke mit seinem verklärten Leibe und richten die Welt, so wie er mir erschienen ist. Da habe ich gemerkt, daß der Trieb und das Gesicht göttlich ist. Dabei ist in meinem Herzen das Alte Testament geöffnet gewesen, daß ich gesehen habe, daß drinnen steht, daß das Volk Israel werde verblendet werden. Ich habe mich also verwundern müssen, daß die Juden Alles in Händen haben und doch in der verblendeten Meinung, daß sie das heilige Volk seien, so fortleben und die Wahrheit nicht sehen. Da habe ich geschwind meinen lieben Juden die Gutthat der Erlösung durch meine Kräfte offenbaren wollen. So bin ich leider nicht nur bei Anderen, sondern auch bei meinem eigenen Weibe und Kindern und leiblichen Brüdern zu Schanden geworden, so daß