Mannheim
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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 9-10 (1883) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
9-10 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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139 wollte. Deshalb habe er Gott sehr gebeten, ihn diesmal vom Tode zu erretten, so wolle er noch weiter Buße thun und sortfahren, Kinder zu versorgen. In Mannheim drangen hierauf die Juden in ihn, er solle sich daselbst niedcrlassen und zehn arme Kinder annehmen. Die Judcuschaft solle sich unterschreiben. Jeder nach seinem Vermögen bcizutragcn, und zu diesem Ende haben ihm die Rabbincn ein Sammelbuch, mit ihren Empfehlungen versehen, übergeben. Auch die Nabbinen in Mainz stimmten dem zu. Bon da ging er nach dem Elsaß, da alle drei Rabbine» sein Vorhaben billigten. Die Elsässer Juden aber wollten haben, daß er sich im Elsaß niederlasse, und unterschrieben einen ansehnlichen Beitrag, damit er nicht allein die armen Kinder, sondern auch sein Weib und Kinder erhalten könne. Er reiste weiter in Franken und Schwaben umher und erhielt überall Unterschriften. Inzwischen lehrte und predigte er hin und her wieder in etlichen Judenschulcn, ohne daß er, obwohl es doch der Gebrauch sonst war, einen Heller Geld angenommen hätte. Er zeigte den Verfall des Gottesdienstes und ermahnte sie zur Buße, weil die Zeit des Messias nahe sei, so daß er überall Beifall und Liebe fand und bei den Juden das Prädikat eines besonders frommen Mannes bekam. Auf dieser Reise kam er nach Wangen am Untersee zu seinen Schwägern, allwo auch Herr Stephan Schultz (der haücsche Missionar) vor zwei Jahren gewesen. Bei dem einen traf er die halleschen jüdisch-deutschen Büchlein an, welche der sie besitzende Jude rühmte, wobei er auch mittheiltc, daß der Rabbi Benjamin, mit dem Stephan Schultz gesprochen habe, sie sehr rühmte. Jachiel warnte ihn vor diesen Büchlein und sagte, sie seien zu dem Ende gemacht, die Juden zum Christenthum zu verleiten. Und weil zu dieser Zeit ein berühmter Jude in Gaillingen war, so verklagte er dieser Büchlein wegen den Rabbi oder Schulmeister Benjamin bei Jenem, vor dem sich dieser denn auch verantworten mußte. Von da verfügte sich Jachiel mit 7 bis 8 Kindern in den Elsaß, um seine Anstalt in's Leben zu rufen. Letzt verwichenen Freitag zu Weihnachten sei er in Romisweiler im Elsaß bei dem Ephraim schlafen gelegen, während sein ältester Sohn neben ihm lag. Da habe er im Traume folgendes

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