Mannheim
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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 7-8 (1883) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
7-8 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Hebräischen für einen getauften Juden, und es gab zuweilen hierüber die ergötzlichsten Scenen. Ein jüdischer Lehrer, Samuel Jacob aus Mannheim, der in Lörach bei Basel unterrichtete, wurde durch das Wort des Missionars so erschüttert, daß er zwei Tage lang keinen Schlaf fand und darauf bei einem Geistlichen Unterricht suchte; als er aber seine Verwandten im Elsaß für das Christenthum zu gewinnen suchte, verschwand er spurlos, und allem Anschein nach haben ihn dieselben fortzuschaffen gewußt. Den Rabbi Duitsch in Wesel, welcher hernach Christ und evangelischer Pastor wurde, hat ein Gespräch, das derselbe mit Meuter im Jahre 1765 führte, besonders noch zur letzten Entscheidung gebracht. In Halle hat Meuter mehrere Juden zur Taufe vorbereitet. Treulich suchte er auch die Proselyten an den Orten auf, in die ihn seine Reisen führten, und mit großem Eifer vertrat er die Sache der Juden vor den Christen. In Predigten legte er oft den Gemeinden Israel an's Herz. Viele der trefflichsten und bedeutendsten- Theologen seiner Zeit nahmen ihn freundlich auf und erwiesen ihm in seinem Werke ihre Theilnahme. Besonders ermuthigte ihn in demselben Gellert, der sich voll Wärme über die Arbeit aussprach, welche ihre Bekehrung sucht. Nicht minder Abt Jerusalem in Braunschweig. »Ich glaube,« äußerte derselbe unter Anderm gegen Meuter, »daß sich der Herr seines Volkes noch erbarmen werde, und dazu ist eben dieses jüdische Institut vortrefflich.« Ebenso ernstlich und eingehend als zustimmend besprach sich auch General-Superintendent Struensee in Rendsburg mit ihm über seine Arbeit. Prof. D. Burkhardt in Basel erklärte ihm, daß, wenn er in seinen jüngeren Jahren dazu Gelegenheit gehabt hätte, er mit Freuden Missionar geworden wäre, und schätzte ihn glücklich, daß er die Arbeit unter Israel thun dürfe. Der bekannte Uebersetzer der Mischnah, Rabe, damals noch Diakon in Anspach, ermuthigte ihn gleichfalls in seinem Werke. »Ist die Bekehrung der Juden gleich eine schwere Sache,« äußerte er, »so muß man doch das Beste hoffen.« Derselbe theilte ihm auch Näheres über die Arbeit, welche ihm jene Uebersetzung bereitet habe, mit; er habe hierbei öfters Rabbiner befragt, aber nie von ihnen etwas lernen können. Mit Lavater fand Meuter sich, als er denselben auf seinen

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