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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 7-8 (1883) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
7-8 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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99 Johann Martin Meuter. 1739-1809. Einer der tüchtigsten Missionare des alten Halleschen Institutes ist Johann Martin Meuter gewesen. Derselbe ist zn Rinterfeld in Franken am 27. Dezember 1739 geboren. Er war der Sohn ehrlicher, aber armer Eltern. Bereits als junger Mensch muß er sich durch Fleiß und Tüchtigkeit ausgezeichnet haben, und seine Eltern beschlossen daher, trotz ihrer Dürftigkeit, diesen Sohn eine höhere Schule besuchen zu lassen. So kain er nach Nürnberg, wo sich Senior Birkmann, dessen Tochter Hernachmals den bekannten Stephan Schultz ehelichte, väterlich seiner annahm. Birkmann veranlaßte später seine Aufnahme ans dem Gymnasium in Halle. 1756 wird er als Schüler der Tertia daselbst genannt, lebte hier aber in ziemlich knappen Verhältnissen. Doch schadeten ihm seine beschränkten Umstände nicht, sondern es wird ausdrücklich erwähnt, daß er während der Schulzeit kräftig von Körper gewesen sei. Hervorgchobe» wird aber auch sein »williges Gemüth« und sein »gutes Gedächtniß«. 1759 nahm ihn, noch als Gymnasiasten, St. Schultz in sein Hans auf und machte ihn zu seinem AmanuensiS; bald darauf bezog Meuter die Universität Halle, um Theologie zn studiren, und 1763 trat er in den Missionsdienst ein, nachdem er über 4 Jahre lang im Hause von Schultz gelebt hatte, und von demselben während dieser Zeit nicht blos nntcrhalten, sondern auch in seinen Studien fortdauernd gefördert worden war. Er blieb demselben deshalb stets in Dankbarkeit zugethan. Während der Univcrsitätszeit verspürte er zuerst durchaus nicht den Trieb, an dem Jnstitutum zu arbeiten und ein Judemnissionar zu werden. Aber allmählich erwachte derselbe in ihm, als er die Geschichte dieser Anstalt näher kennen lernte. Dazu trug dann noch die fortschreitende Vertiefung in die heilige Schrift bei. »Israel ist das erstgeborene Volk, dachte ich, Gott selbst hat ehemals so erstaunlich viel Mühe an dies Volk gewandt, um dasselbe hier und dort selig zu machen. Der Welt Heiland kommt dem Fleische nach aus ihm her. Gottes Regierung und ihrer Sorgfalt haben wir cs auch zu verdanken, daß sie uns die Schrift rein aufbehalteu und überliefert haben. Sollte dies alles zusammen-

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