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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 5-6 (1883) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
5-6 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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71 sletzte sie in Erstaunen. Sie erkannten, daß die Jerusalemer Missionare in ein Werk eingetreten seien, das sie von sich nicht abweisen durften und das nun alle Treue der Mission für sich beansprucht. Schon früher war ein Herr Greene aus Ipswich in England nach Jerusalem gekommen, um die Thunlichkeit der Errichtung jüdischer Kolonieen unter christlicher Leitung im heiligen Lande zu untersuchen. Am 28. Dezember wurde eine öffentliche Versammlung derer veranstaltet, die solche Kolonisten werden wollten, und 130 fanden sich hierbei ein. Spione der Judengemeinde hatten der Versammlung beigewohnt und berichteten den Rabbinen sofort alles Gehörte und Gesehene. Um vollkommenen Einblick in alle Verhältnisse zu gewinnen, hielt sich Mr. Greene fünf Wochen in Jerusalem und dem heiligen Lande auf und verließ dann dasselbe nach herzlichem Abschiede von den Flüchtlingen. Die Folge der Besprechungen mit Green war, daß sich seitdem fast jeden Tag irgend Jemand neu auf die Liste derer setzen ließ, die sich in einer Kolonie unter christlicher Leitung niederlassen wollen. Der Zusammenkunft mit den Deputaten der Gesellschaft wohnten daher bereits 200 Personen bei. Auch von auswärts, aus Europa, langen jetzt schon Meldungen von Juden ein,, die Einschreibung in die Liste der Kolonisten erbitten. Am bedeutsamsten aber ist es, daß sogar aus der Mitte der für die Mission Jahre lang unnahbar erscheinenden eigentlichen und alten Jerusalemer Juden stets mehr Bitten um Aufnahme in derartige Kolonieen kommen. Auf den Wunsch der Flüchtlinge sind eines Abends 28 der hauptsächlichsten Arbeiter, die sich jetzt noch ihr Brot auf der Gesundheitsstation der Mission verdienen, mit Missionar Friedländer zu einer Besprechung zusammengetreten, um gemeinschaftlich den Plan der anzulegenden Kolonie zu besprechen. Alle diese Männer sind durchaus noch nicht Christen, aber sie fühlen sich zur Mission herzlichst hingezogen, während sie sich von den Juden abgestoßen fühlen; sie haben das größte Vertrauen zu den Missionsleuten und sind Willens, wie Kinder sich auf einer Kolonie von ihnen leiten zu lassen. Alle Kolonisationsversuche der Juden selbst sind gescheitert, in Amerika, wie im Syrischen Latakia, und die in Palästina selbst

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