Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 5-6 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Gmeth oder Stimmen der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von Z. C Hartmann, fortgesetzt von de ke Roi. Nr. 5 u. 6._ 1883._39. Jahrgang. Missionar Ferdinand Wilhelm Kecker, geb. 1797, gest. 1863. Herr Pfarrer Becker in Dachtel, Würtemberg, hat die Güte gehabt, uns die in der Reformirten Kirchenzeitung Nr. 3—6 1883 erschienene Lebensbeschreibung seines trefflichen Vaters zur Verwerthung in unserem Missionsblatte zu übersenden. Aelteren Lesern unserer Zeitschrift ist F. W. Becker kein Unbekannter, aber er soll nnn auch gegenwärtig wieder einmal in Erinnerüng gebracht werden. Derselbe war der fünfte Sohn des Berleburger Bürgers Johann Philipp Becker und dessen Ehefrau Christiane Florentine geb. Raht, und ist den 27. März 1797 geboren. Die Eltern gehörten der reformirten Kirche an. Der Vater trieb neben dem Ackerbau auch das Landfuhrwesen. Im Jahre 1800 führte ihn sein Beruf nach Münden bei Kassel; dort erkrankte er tödtlich und starb daselbst den 2. Juli, erst 35 Jahr alt. Ohne den Fuhrmann kehrte das Pferd mit dem Wagen nach Berleburg zurück. Die Wittwe hatte nun die schwere Aufgabe, ohne männliche Hilfe ihre fünf Kinder, von denen das jüngste 3'/» Jahr alt war, zu erziehen. Sie war eine fromme Frau, und unter ihrer Erziehung erwachte in ihrem Sohne Ferdinand das lebhafte Verlangen, ein Prediger des Evangeliums zu werden. Nach zurückgelegter Schule und nach der Konfirmation trat F. W. Becker, 14 Jahr alt, bei einem Kunsttischler in die Lehre, wurde aber 1813 zu einem Kaufmann in Laasphe gethan; hier blieb er bis 1816, wo er nach Elberfeld übersiedelte.