Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 3-4 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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54 Ja, dann beginnt das Friedensreich, Das alle Völker eint zugleich. Denn auf dem ganzen Erdenrund Der Menschheit ist es worden kund. Daß durch den Hirten Jesus Christ Sie eine Heerde worden ist. Dann hört man heil'ger Engel Saug, Sie stimmen an mit Hellem Klang: Hallelujah, Lob, Preis und Ehr', Fried' sei im Himmel und auf Erd'! Zur Äudemnission in Amerika. Die Missouri-Synode hat sich schon lange mit dem Gedanken, die Judenmission zu betreiben, getragen. Jetzt tritt sie der Sache näher, seitdem sie in Daniel Landsmann, der 10 Jahre in Jerusalem und 17 Jahre in Konstantinopel in englischer Missionsarbeit gestanden hat, einen Mann gefunden, durch den sie das Werk aufnehmen lassen kann. Derselbe sollte zuvor nur noch im praktischen Seminar zu Springfield einen Kursus durchmachen, um dann in das Feld seiner Missionswirksamkeit einzutreten. Die Stadt-Missions-Behörde in New-Iork läßt regelmäßige Gottesdienste in hebräischer Sprache halten und Traktate, die in derselben geschrieben sind, unter Juden vertheilen. Aus dem Leben des Missionar Hundes. Zu den hervorragendsten Missionaren dieses Jahrhunderts gehört der Prediger Händes, welcher im Dienste der Berliner Gesellschaft von 1822—1838 stand. Aus den Mittheilungen desselben über seine Arbeit lassen wir hier Einiges folgen. „Ich besuchte" — schreibt Händes — „den Rabbiner in N. Er wollte mich Anfangs sortschicken, als er hörte, wer ich sei, allein hernach ließ er sich auf die Unterhaltung ein. Ich verweilte besonders bei dem Gesetze, und daß wir alle Uebertreter desselben seien. Der Rabbi und noch ein anwesender Polnischer Jude riefen: »Was? Wir halten Schabbas, Tülle (Betriemen