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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 11-12 (1882) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
11-12 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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190 Herz; jetzt zum ersten Male wurde er zum Nachdenken über den Erlöser gebracht. Dieser Geistliche empfahl ihm, nach Schottland zu gehn, und gab ihm Empfehlungsbriefe au die wohlbekannten Jsraelsfrcnnde Herrn und Frau Woodrow in Glasgow. Da er allen Anlaß hatte, sparsam zu sein, und er ein guter Fußgänger war, ging er zu Fuß von London nach Manchester und von dort nach Liverpool, wo er sich in einem der ersten Schraubendampfer nach Glasgow einschiffte. Hier fand er freundliche Aufnahme und wurde bei Prediger John Duncan, der hernach Judenmissionar in Pesth und zuletzt Professor des Hebräischen am Neuen Kollegium in Edinburgh war, eingeführt. Der Verkehr mit Duncan scheint ihn sehr gefördert zu haben. Bei der Abreise von Glasgow forschte nun Philip bereits ernstlich der Wahrheit nach, und in Edinburgh wurden daun die Pr. A. Moody, der verstorbene Sers und Andere das Mittel, seinen Glauben zu befestigen. Die Binde siel ihm von den Augen, und fortan sah er, wie er später selbst sagte, vom ersten Buch Moses bis zu Maleachi nichts als Jesus allein. Sein großes Verlangen war nun, denselben zu verkündigen. Auf den Rath seiner Freunde und unter ihrer Leitung unterzog er sich zu dein Zwecke dem gewöhnlichen Studiengange, wobei er sich aber selbst erhielt, indem er Stunden im Hebräischen, Deutschen, Französischen und anderen Wissensgegenständen gab. Am 9. Dezember 1839 wurde er in der Lukas-Kirche zu Edinburgh, die er regelmäßig besucht hatte, getauft, und Dr. Moody Stuart, der ihn taufte, blieb ihm stets ebenso wie Dr. Andrew Bonar, den er um diese Zeit kenne» lernte, besonders theuer. In den Missionsberuf trat H. Philip 1841. Mit Pr. Daniel Edward arbeitete er längere Zeit gemeinsam unter den Juden der Moldau. Jene waren die ersten Missionare in diesem Lande, und das Blatt der Freikirche von Schottland, Missionary Record, hat über ihre dortige Arbeit viel berichtet. Sein Aufenthalt daselbst überzeugte ihn aber von der Wichtigkeit einer gründlichen Kenntniß der Medizin für seinen Missionsberuf, und so kehrte er nach 9 Jahren zur Vollendung seiner medizinischen Studien nach Edinburgh zurück. Hernach ging er 1850 als Missionar der Schottischen Judenmission und Missionsarzt nach Algier. Oft hat er selbst es gesagt, wie häufig ihm seine Eigenschaft als Arzt Zutritt in

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