Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1882-01-01 · 9-10 (1882) · page 28

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
9-10 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2554541-2554884-2554890--07883-2563903
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

158 Anschauung über die Israel betreffenden Stellen der Briefe Pauli darlegtc und dann Selbsterlebtes aus dem Verkehr mit Jesum suchenden Juden mitthcilte. Nach ihm hatten wir den bekannten Missionar Paulus Dworkowicz aus Riga unter uns, der ergreifende Züge aus der baltischen Judenmission mitthcilte. Im W.-S. 1881/82 betrug die Zahl der Theilnehmer 25, die abwechselnd mit dem unserem Kränzchen nahe verbundenen studentischen Missionsverein allvierzehntägig im Bereinshause, in welchem uns Herr Pastor Zinßer für unsere Zusammenkünfte freundlichst einen kleinen Saal gewährt, zusammenkommen. Die Leitung hatte für dieses Semester stuck, theol. Joh. Keil. In dem alle acht Tage in einem Auditorium der Universität stattfindendcn Privatissimum behandelte Herr Prof. Delitzsch die Haggada des Passafestes. Außerdem weilte er in diesem Semester auch dreimal in den Abendzusammenkünften unter uns und gab uns auf Grund eigener Erlebnisse einen Einblick in die Stellung eines Theiles der jüdischen Presse zu der Person unser- HErrn und zu dem Christenthum. Herr Lic. Dr. Schnedermann hielt einen Vortrag über das Verhältniß der Pharisäer zu Jesu. An den übrigen Abenden wurden verschiedene nach Herrn Prof. Delitzsch's Rath gewählte Schriften gelesen. Eine liebliche Gabe für das Kränzchen waren die »Israels-Lieder«, ein kleines Büchlein, welches stuä. zur. von Gerlach zusammengcstcllt und durch den Hektograph vervielfältigt hat. Aus diesem Büchlein singen wir zu Anfang unserer Zusammenkünfte vor Verlesung eines Schriftabschnittcs ein Judenmisfionslied, während wir stets mit dem Vers: »Ach bleib mit Deiner Treue« schließen, weil bei unserer Arbeit ernste, von Gott geschenkte Treue die Grundbedingung ist, ohne die die Sache keine Zukunft haben kann. Kurz vor Weihnachten kam aus Erlangen die frohe Kunde, daß dort in Folge eines im studentischen Missionsverein gehaltenen Vortrages mit dem Thema: »Studentische Judenmissionskreise in drei Jahrhunderten« ein gleiches Kränzchen wie in Leipzig entstanden sei. Die Zahl der Theilnehmer war 18 — gerade soviel als zuerst in Leipzig — und bei allen Zusammenkünften zeigte sich reges Interesse. Herr Prof. Köhler bringt diesem neuen studentischen Jndenmissionskreise freundliche Theilnahme entgegen. Wir bitten unsere Freunde, in unser sonnabendliches Morgengebet, in

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.