Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 38 (1882)
- Issue
- 9-10 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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156 es denn auch dahin gebracht, daß die Falaschas in Quora glauben, die Priester schlössen ihnen den Himmel auf und verschlössen ihnen denselben. Hernach ging cs zur Heimreise. Der Weg war aber durch Räuber unsicher gemacht, und so konnten die Missionare nicht allein ziehen, sondern schlossen sich einer Karawane an und gelangten nach einmonatlichcr Abwesenheit sicher zu Hause an. Verschiedener Art waren also die Erfahrungen der Missionare auf ihren Reisen; aber jedesfalls hat es sich gezeigt, daß die Falaschas ein verheißungsvolles Missionsgebict bilden. Der Schwerpunkt in dem dortigen Werke liegt jetzt auf den Reisen, und sind die einheimischen Missionare angewiesen, vor allem Andern das Land predigend zu durchziehe». Sie selbst sind auch willig, dies zu thun, und die obigen Berichte legen ein Zeuguiß davon ab, daß sie ihre Aufgabe recht angefaßt haben. Höchst erfreulich ist cs, daß auf diese Weise das ganze Falaschavolk nach und nach in den Bereich der christlichen Predigt gezogen wird. ^Zahlreiche Schriften aber bleiben überall zurück, wohin die Missionare gekommen sind; und die Bedeutung dessen lernen die Missionare am Besten erfahren, wenn sic cs dann selbst sehen, wie durch das Lesen solcher Schriften die Begierde zu hören und das Verlangen nach der Taufe erweckt wird. „In alle Gegenden *des Landes", schreibt Argawi, „sind jetzt unsere Bücher gekommen", nnd alsdann vermag er hinzuzufügen: »Ich darf wohl sagen, es ist in keiner Zeit soviel gethan worden für die Falaschamission als in unseren Tagen!« Eine neue Förderung aber dürfen wir für dieselbe erhoffen, wenn, wie es einstweilen festgesetzt ist, Argawi, so Gott Gnade giebt, im nächsten Frühjahr zu Miss. Flad nach Kornthal koinmt, um nach allen Seiten für die Leitung der abessinischen Mission besser ausgerüstet zu werden. Des HErrn Segen aber sei ferner bei allen, die Abessinien und die Falaschamission lieb haben! Die studentische Iudenruisfion in Deutschland. Es ist höchst erfreulich, daß sich nun auch in dem Heranwachsenden Geschlechte unserer Theologen der Sinn für das Werk der Mission unter den Juden zu regen beginnt. Die Anregungen