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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 5-6 (1882) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
5-6 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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75 Auch eine Industrieschule wurde unterhalten und zählte 50 Glieder, eine Missionssonntagsschule aber 60 Kinder. Der Laioiimissiouar Meyer Lermann in Ncw-Iork hat mit 56 Juden daselbst in ernsterem Verkehr gestanden, 3 derselben sind getauft worden, 8 befinden sich noch im Unterricht, 5 Getaufte wurden für die Konfirmation vorbereitet; die Glieder von 6 bis 8 der von diesem Missionar besuchten Familien sind nahe daran, Christen zu werden. Ein Geistlicher an einer der New- Aorkcr Gemeinden berichtet von drei durch ihn vollzogenen Taufen und von der Beerdigung eines jüdischen Kindes, dessen Eltern von ihm die Bcstattnng nach christlichem Ritus begehrten. Ein anderer Geistlicher hat in seiner Sonntagsschule jüdische Kinder. An den Gottesdiensten in öffentlichen Anstalten der Stadt nehmen auch Juden häufig Theil. Im Staate Albany werden die Kirchen oft von Juden besucht. In Baltimore soll eine Missionsschule eröffnet werden. Mehrere Geistliche vertheileu im Staate Maryland Misfionsschriften unter den Juden, und jüdische Kinder nehmen am Religionsunterrichte in christlichen Schulen Theil. Auch besondere Predigten sind für Juden daselbst gehalten und gut besucht worden. Aehulichcs wird aus den Staaten Massachusetts, New- Jersey, Indiana und Illinois berichtet. Sehr freundlich ist viclach das Verhältniß gegen die Geistlichen, welche eine Missionsarbeit unter den Juden treiben. In Columbia (Missouri) sind drei Juden getauft worden. In Louisville (Kentucky) wohnen allein der St. Johannis-Kirche nahe nicht weniger als 30 getaufte Juden, zu New-Orleans hat eine Jüdin das Sakrament empfangen und in Portland (Oregon) zwei Juden. Im ganzen sind, obwohl genaue Zahlen noch nicht vorliegen, über 100 Juden in dem einen Jahre getauft worden, in der That ein überraschender Erfolg. 2. Die Juden-Mission der bischöflichen Kirche in Philadelphia ist viel älteren Ursprungs. Derselben steht ein Kapital zur Verfügung , dessen Jahreszinsen über 2 400 Mk. betragen, außerdem aber bezieht sie auch aus freien Beiträgen eine nicht unbedeutende Summe. Im Dienste derselben arbeitet seit dem Tode des Rev. Neumann ein Prosclyt Weintraub aus Liberias in Palästina. Bischof Gobat hat ihn einst getauft, seine Frau ist in Talitha Kumi zu Jerusalem erzogen worden. Der treffliche Mann arbeitet

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