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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 5-6 (1882) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
5-6 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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74 Lokal-Sekretäre. Neben den Pfarrern, welche an dein Werke betheiligt sind, werden 6 ordinirte und 1 nicht ordinirter Geistlicher als eigentliche Missionare, und 2 Frauen als angestellte Missionsarbeiterinnen genannt. Die Gesellschaft erfreut sich einer stets wachsenden Thätigkeit, in den meisten größeren Städten des Landes hat sie bereits Eingang gefunden. Beiträge sind aus 485' Gemeinden eingegangen, die Einnahmen für das Missionswerk betrugen über 34 000 Mk. Die Bemühungen der Geistlichen und Missionare aber finden darum viel eher bei den amerikanischen Juden Eingang, weil für die religiösen Bedürfnisse derselben sonst sehr schlecht gesorgt ist. Noch nicht für den zehnten Theil derselben bestehn Synagogen, und der Besuch ihrer eigenen Gottesdienste ist ein sehr schlechter. Der alte talmudische Glaube schwindet denn auch in ihrer Mitte vollständig dahin und hat der größten religiösen Gleichgiltigkeit Platz geinacht. Aber Befriedigung finden in diesem inner« Tode die Seelen nicht, und gerade das macht die Missionsarbeit verheißungsvoll. 20 000 Schriften sind im vergangenen Jahre unter den Juden verbreitet, Heilige Schriften und das englische Gebetbuch aber in englischer, deutscher und hebräischer Sprache ausgetheilt worden. In New-Uork besteht eine Missionsschule mit 34 jüdischen Knaben und 44 Mädchen. Drei dieser Kinder befinden sich im Taufunterricht, zwei schon getaufte werden für die Einsegnung vorbereitet. Die Juden versuchten die Schule zu vernichten, indem auf die Eltern der dieselbe besuchenden Kinder aller mögliche Druck ausgeübt und dicht neben ihr eine jüdische Gegenschule errichtet wurde; aber nur acht Kinder gelang es so der christlichen Lehrerin, Frau Ellis, zu entzieh»; die jüdische Gegcnschule brachte es nur auf 10 Kinder und ging nach zwei Monaten wieder ein. Drei früher der Schule angehörige Kinder sind seitdem anderwärts getauft worden. Vielfach wird auch v.ou den Kindern ein guter Einfluß auf die Eltern ausgeübt. Eine Wittwe, welche ihre Kinder in diese Schule gesandt hatte, hat sich nun mit ihrem ganzen Hause taufen lassen, obgleich sie dadurch in manche äußere Noth gerathen ist. Bon einer andern Familie wurden nach und nach 4 Kinder getauft; als jüngst aber die Mutter derselben starb, bekannte sie, daß auch sic an Christum glaube, und bat, nach christlicher Weise beerdigt zu werden.

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