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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 3-4 (1882) · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
3-4 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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66 Völkerleben betheiligt, ausmacht/ Darüber hinaus herrscht der ungemessenste Zwiespalt, und bietet sich nichts, das zu vereinigen vermöchte. Der alte Glaube, daß Gottes Wohlgefallen durch Erfüllung irgend welcher Satzungen erkauft werden könne und solle, stirbt jedesfalls in Israel aus, und die Unfähigkeit des Gesetzes, ein Band zwischen Gott und Menschen herzustelleu, tritt dem modernen Israel damit selbst allmählig aufs Klarste entgegen. Innerlich wird ihnen in der That das so lange krampfhaft festgehaltene Gesetz zu lauter nichts. Aber nicht Christus wird für sie des Gesetzes Ende, sondern die Humanität, die Bildung, der Zeitfortschritt, das Geld, die Ehren, die Wissenschaften, das allgemeine Staatsbürgerthum und vor Allem die Herrlichkeit des jüdischen Stammes. Am Fleische sucht man so sein Genüge und kann es doch nicht finden, ja man zittert für das neue Glück und sieht in der antisemitischen Bewegung Wolken, welche über das neu gewonnene gelobte Land verheerende Fluchen ergießen können. Man verspürt so etwas, aber will es sich nicht gestehn und möchte mit großem Lärmen die Wolken verscheuchen. — Die Wolken aber ziehn allgemach dunkler auf, und wer weiß nicht, wie schnell der klarste Himmel von ihnen bedeckt ist. Ein Gefühl der Unsicherheit, ein Gefühl der Leere, ein Gefühl der Unbefriedigung geht denn auch weithin durch das heutige Israel. Unter dem jüngeren Geschlecht aber erwacht hin und her die Ahnung, daß am Ende doch Christus das Ende für Israel sein wird und sein muß. Das sehn, das hören wir.Missionare, und darin besteht nun die hohe Wichtigkeit des Missionszeugnisses, daß es den Juden klar und wahr die Gedanken Gottes mit ihnen deutet. Wir sehn, wie Israel sich noch immer gegen Christum wehrt, wir sehn, wie es ihn verfolgt, wir sehn aber auch, wie es nach ihm seufzt, und wir wissen es also: Christus ist der Letzte auch unter Israel! Inhalt: Von der Persischen Mission. — Auf der Apostelstraße. (Schluß.) Liebesgaben: Hr. R. L. in M.-P. 3 Mk. Hr. C. in B. 3 Mk. Frl. M. P. in F. 6 Mk. Fr. Gr. P. in S. 1 Mk. Hr. P. B. in D. 10 Mk. Hr. P. Z. in L. 1,57 Mk. Hr. P. H. in S. 1,50 Mk. - Herzlichen Dank! Preis des Jahrgangs 1 Mk. Bestellungen auf dieses Blatt nehmen auch Missionar Flad in Kornthal bei Stuttgart und Missionar Pick in Straßburg i. E. an. Briefe und Liebesgaben für die Judenmisston sende man gefälligst an „Pastor de le Roi, Breslau, Brüderstraße 51", oder an „Pastor H artmann, Breslau, Vorwerksstraße." Zn Commission: Carl Dülfcr's Verlag in Breslau. Druck der Schreiberhau - Diesdorfer NettungS-Anstalten. (Diesdorf bei Kuhnern.)

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