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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 3-4 (1882) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
3-4 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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49 „Ich will es wohl behalten!" versicherte der Angeredete, der nun doch ernster geworden war, nnd empfing jetzt für sich selbst wie für seine Frau, mit welcher er die in ihm geweckten Fragen weiter erwägen zu wollen versprach, von Flad eine Reihe geeigneter Schriften. Gott segne das begonnene Werk an diesem Manne und helfe besonders, daß sein Wort nicht ein vorübergehendes Licht in seine Seele geworfen habe, sondern ihn zum bleibenden Tage führe! 11. Sprüche 30, 4. (Mischte.) Schaarenweise kamen hernach besonders jüngere Leute, aber auch manche Alte zu uns in's Gasthaus. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend fanden sie sich in unserm Zimmer ein, und kaum hatten die Einen uns verlassen oder noch waren dieselben bei uns, so klopfte es an der Thüre, denn Andere wieder begehrten uns zu hören. Frage auf Frage wurde gestellt und beantwortet; besonders war es wieder die Lehre von der Dreieinigkeit, die immer von Neuem erklärt werden sollte; aber das Ergebniß war dann auch stets, daß man zugestand, die Dreieinigkeit lasse sich wohl verstehn und sei eine gar tiefe Lehre über Gott. Für das Dasein eines Sohnes Gottes wurde zumal Sprüche Salomouis 30, 4 herbcigezogcn nnd daran erinnert, wie sich durch diese alttestamcntliche Stelle einstmals Moses Mendelsohn so geschlagen gefühlt habe, daß er, um ihrer Beweiskraft zu entrinnen, das ganze Buch der Sprüche für ein nnbiblischcs erklärt habe. Auch auf die Versammlung, welche uns jetzt umgab, machte die betreffende Stelle einen solchen Eindruck, daß ein älterer Herr sich dieselbe notirtc und erklärte, er wolle sie dem Rabbiner der Stadt vorlcgen; werde derselbe ihm eine befriedigende Erklärung geben, so werde er selbst wiederkommen — aber der Mann hat sich nicht wieder eingestellt. 12. Wer bürgt dafür, daß die Geschichte von Jesu überhaupt Wahrheit ist? Stacheln um Stacheln waren in die Seelen der uns besuchenden Juden eingedrunge». Flad hatte ihnen einmal die ganze Reihe der Stellen des Alten Testamentes, welche für einen dreieinigen Gott sprechen, vorgeführt. Man wußte in der That nicht 4

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