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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 3-4 (1882) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
3-4 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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40 die Religion in dos Wissen und den Verstand, oder in die Hände und Glieder des Leibes zu verlegen, daß hierüber das Innerste, das Herz immer mehr veröden und absterben mußte. Das Religionsvolk der Erde ist heute unzweifelhaft, wenn man die Religion in ihrem eigentlichen Sitze, in der Innerlichkeit des Menschen aufsucht, das religionsloseste aller bedeutenderen Völker. Wir befanden uns in einer ansehnlichen Stadt und hörten die dortigen Juden ihre religiösen Ansichten frei aussprechen. Wir sind mit Allem fertig! erklärten sie uns fast ausnahmslos und freuten sich, daß die ganze Menschheit mit ihnen allmählig der völligen Konfessionslosigkeit entgegenginge. „Nicht die Religion, wohl aber die Beseitigung derselben wird zuletzt die Menschen vereinen." Um so bestimmter wurde ihnen cntgegengchalten, daß vielmehr das letzte und endliche Ziel der Menschheit ihre Vereinigung unter dem Christus sei, der gesagt hat, er werde ihr einiger Hirt und sie seine einige Heerde werden. Aber allerdings gegen diese Behauptung Christi erhob sich nun der allgemeine Widerspruch. Ich wies also darauf hin, daß cs doch bisher Christo allein gelungen sei, eine Einigung zwischen Juden und andern Völkern herbeizuführen, und daß Christus von einem Volke nach dem andern als der gemeinsame HErr aller anerkannt werde. Da stellte man den Muhammedanismus als Gegenstück auf und wies auf die Erfolge desselben unter so vielen Völkern hin. Aber man konnte auch nicht leugnen, daß der Islam gerade in seinen Hauptsitzen und festesten Burgen mit dem Christenthum in einen Kampf getreten ist, der seine Niederlage bereits zur Gewißheit gemacht hat. In der Christenheit selbst dagegen, so wurde weiter ausgeführt, giebt es allerdings Zeiten des Abfalls von Christo, aber jeder Unglaube vermag nur eine gewisse Zeit hindurch zu herrschen und wird dann jedesmal nach der bisherigen Erfahrung durch den Glauben an den Christus, welcher für Zeit und Ewigkeit unser HErr ist, besiegt. „Kurz, die Geschichte der Menschheitmuß es immer deutlicher offenbar machen, daß Christus ihr HErr ist und bleibt, und das ist auch wohl erklärlich: denn er allein hat den Sündern Gerechtigkeit vor dem heiligen Gott und ewiges Leben gebracht." Doch, hier hoffte man eine neue Waffe gegen den Christenglauben erheben zu können; denn man cntgegnetc: „Auch andere

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