Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 11-12 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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192 von den Schulen her übermäßig mit Juden durchsetzt, sodaß sie entchristlichen. Auf dem Wege der Literatur und des Unterrichts geht dieser Prozeß noch schneller vor sich; und das kann den christlichen Völkern nicht zur äußeren und inneren Gesundheit gereichen. Tiefste Scham aber sollte unser Volk ergreifen, daß es so weit kommen konnte, eine Scham über unsere eigene Verschuldung und über die der früheren Geschlechter. Mit derselben aber muß sich sodann das tiefste Mitleid gegen die Juden verbinden, wie es Paulus iw Angesicht ihrer Selbstverstockung und Selbstverblendung gefühlt hat. Diese Scham und dieses Mitleiden werden uns alsdann nicht unthätig bleiben lassen, sondern auf der einen Seite uns zur Nothwehr, auf der andern zum Wirken in erbarmender Liebe führen. Wir werden ihnen gegenüber mit aller Entschiedenheit den christlichen Charakter unseres Volks- und Staatswesens aufrecht zu erhalten haben, andererseits aber ebenso selbstverständlich an ihrer Bekehrung arbeiten müssen. Die völlige politische Gleichberechtigung wird so freilich nicht länger aufrecht erhalten werden dürfen, sondern dieselbe wird insoweit, als es nöthig ist, um den christlichen Charakter des Volkes und Staates zu erhalten, beschränkt werden müssen; oder würden sich die Völker zu solchem Thun nicht aufraffen, dann würden sie nur ein selbstverdientes Gericht zu tragen haben. Die Kraft und die Leitung zum Kampfe und zur rechten Arbeit an den Juden werden sie aber freilich nur von Christo empfangen. Möchten doch auch Juden diesen Vortrag lesen, in dem mit großer Sorge daraus geachtet ist, alles Unchristliche fernzuhalten; sie würden es hier am'Ehesten lernen, daß die Noth des Gewissens zu einem Kampfe treibt, in dem der Bekämpfte nicht abgethan, sondern zu seinem eigenen Heil geführt werden soll. Inhalt: Bewegungen unter den persischen Juden. —-Eine Missionsreise in Abessinien. (Schluß.) — Missionar Manitius und der Rabbiner 1737. — Aus dem Leben des Proselyten Pastor Liepmann. — Das Herz der Väter bekehrt zu den Kindern. — Samani. — Taufen von Juden. — Der Verein der Freunde Israels zu Basel. — Allerlei lehrreiche Zahlen. — Ern Vortrag von Missionsdirektor Plath. . Liebesgaben: Frl. v. P. in S. 10 Mk. Hr. P. E. in B. 10 Mk. _ Gott vergelt's! SCfT Wan Bittet um rechtzeitige Erneuerung des Abonnements auf den neuen Jahrgang. Preis des Jahrgangs 1 Mk. Bestellungen auf dieses Blatt nehmen auch Missionar Flad in Kornthal bei Stuttgart und Missionar Pick in Straßburg i. E. an. Briefe und Liebesgaben für die Judenmission sende man gefälligst an „Pastor de le Roi, Breslau, Brüderstraße 51", oder an „Pastor Hartmann, Breslau, Vorwerksstraße 29". 2» Commission: Carl Dülfer's Verlag i» Breölau. Druck der Schreiberhau-Diesdorfer Rettungs-Anstalten. (Diesdorf bei Kühner».)