Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 11-12 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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173 Haggai und Maleachi werden auftreten und sagen: Haben wir Euch nicht gesagt, daß dieser andere Tempel herrlicher sein werde als der erste Teinpel (Haggai 2, 10), und daß zn diesem seinem Tempel der HErr kommen werde, der Engel des Bundes, das Verlangen aller Völker (Maleachi 3, 1)? Sacharja wird sagen: Habe ich es nicht vorher angezeigt, daß der Messias als ein Armer, aber doch auch als ein Gerechter und als ein Helfer kommen werde (Sach. 9,9)? Jesaia wird sagen: Habe ich nicht ausgerufen: Wer glaubt unserer Predigt? weil so wenige glauben werden; denn er wird verachtet und elend, voller Plagen und Schlüge sein; unsere Strafe wird auf ihm liegen, daß wir Frieden haben mögen. Er ist ein gerechter Knecht Gottes, und wird viele, die an ihn wahrhaftig glauben, gerecht machen (K. 53). Was wollt Ihr solchen mächtigen Zeugen Gottes dermaleinst antworten? Werdet Ihr nicht mit allen Euren Vätern, die ihr Zeugniß auch verachtet, sie gesteinigt und umgebracht haben, ein schweres Urtheil empfahen? Wie Ihr hier vor Menschen verstunimcn müsset, so werdet Ihr dort vor Gott noch mehr verstummen müssen. Ach, daß Ihr Euch bei Zeiten noch bedenken, Gott in eurem Alter die Ehre geben, Euch recht zn ihm bekehren und ein gutes Zeugniß unter eurem Volk ablegen möchtet! Nun, Ihr seid diesmal gewarnt von Gottes wegen; verachtet es nicht, damit Ihr nicht Gott verachtet und Gott Euch von seinem heiligen Angesicht Hinwegstoßen müsse." Der Rabbi hörte mich zwar ohne Widerrede an, aber er machte verdrießliche Mienen dazu. Man brachte ihm zu essen; der andere Jude ging weg, und ich ging also auch fort. Des Rabbi Diener aber, auch ein Jude, der mich begleitete, nahm eine Schrift aus meinen Händen an." Äns dem Leben -es Proselyten Pastor Liepmann. Wir hatten im vorigen Jahrgange Nr. 5 und 6 die Lebeusgeschichte des Rabbi Copilia, hernachmaligen Pastor Liepmann (1708-1779) mitgetheilt. Im 19. Stück der Callenbergschcn Relationen vom Jahre 1744 finden wir nun aber, daß desselben Beispiel auch in seiner Familie nicht ohne Wirkung geblieben