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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 9-10 (1881) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
9-10 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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180 in London, besonders bekannt dnrch seine ehemalige Gefangenschaft in Abessinien: „Der Nedaktenr einer jüdischen Zeitschrift behanptct, wenn anch das Judenthum die Welt, so lange sie unwissend war, nicht bekehrt hat, so war ihm doch der größere Ruhm Vorbehalte», sie zu bekehre», nachdem sie die höchste Zinne der Aufklärnng erstiegen hätte." Und diesen AnSlafsungen ist von andern Inden in keiner Weise widersprochen worden. In Leipzig, dies sei zum Belege der Mittheilnng Sterns angeführt, erklärte ein jüdischer Prediger dem Missionar Händler, daß der Stifter der christlichen Religion nach Gottes Vorsehung die Mission gehabt habe, eine allgemeine Religion vorznbereite», die aber nichts als das reine Jndcnthum sein könne. In früherer Zeit sei das Judenthum mit seinem unnachgiebigen Wesen für diesen Zweck nicht geeignet, gewesen; das Christenthnm dagegen, welches dem Heidenthum allerlei Zugeständnisse machte, habe allmählig den Weg für die wahre jüdische Erkenntlich Gottes vorbereitet! Aehnliches berichtet der älteste Inden-Missionar der Gegenwart, Prediger Hartmann i» Breslau, über den nämlichen Punkt: „Die Inden unserer Tage behaupten, sie hätten dem Christenthnm und allen Völkern der Welt statt des dreieinigen Gottes den einigen Gott zu verkündigen. Eben deswegen seien sie aber das erste Volk der Welt und hätten daher anch keine Handarbeit zu treiben. Viele behaupten anch, daß alles Gute, was je in Deutschland geschehen sei, aus ihre Rechnung komme." Prediger Stern aber fährt fort: „Der anmaßliche Anspruch des modernen Judenthums, als ob dasselbe eine bessere religiöse Ueberzcugung in der Welt zu wirken habe, müßte sich doch auf etwas anderes als leere kühne Behauptungen stützen. Nachdenkende verlangen etwas Zwingenderes, »sie fordern Thatsachen und nicht bloß Theorieen. Das Judenthum aber hat nie einen greifbaren Einfluß auf die Menschheit ausgeübt, sondern schloß sich von derselben stets ab. Das Judenthum des Moses, welches göttlichen Ursprungs gewesen, war auf das verheißene Land beschränkt, und das der Rabbiner, welches eine menschliche Erfindung war, that den Juden selbst nichts Gutes, die nach Wahrheit suchenden Heide» aber stieß cs ab. Und wann wird wohl jenes.Jndcnthum der Zukunft kommen, das so außerordentliche Triumphe feiern soll?

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