Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 7-8 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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125 Debtera Beru ließ mir sagen: Im letzten Jahre konnten wir für die Missionsarbeit nichts thnn, weil West - Abessinien von des Königs Soldaten schrecklich heiingesucht wurde, und Arinnth und Unsicherheit überhand genommen haben. Wir haben daher Ochsen gekauft und pflügen lasse» und verzichte» künftig auf ein Gehalt. Wir wollen uns selbst ernähren und für die Ausbreitung des Evangeliums thun, was wir können. Sollte ei» Jahr der Gnaden Abessinien von Gott gegeben werden, so sind wir bereit als Lehrer unseres Volkes zu arbeiten. Den zwei Priestern, Aba Elias und Aba Tecsasu habe ich ihr halbes Gehalt gesandt und sie entlassen und ans Selbstnnterhalt angewiesen. Sie lebte» ohne Berns iy2 Jahr in Djchenda. Sambatn habe ich für Asseso bestimmt und ihm namentlich die Schule und Pflege der Proselhten ernstlich empfohlen. Aragawi und Bern habe ich nochmals ihren Jahrcögchalt gesandt, ebenso Lieua und Alamy in Dagusa, weil sie dies Jahr mit der Lcrlheilung und Verbreitung der Bücher zu thnn habe» werden. Dann sollen sie aber darauf denke», sich selbst zu ernähren. Wenn andere Zeiten kommen und sie missioniren können, werde die Gesellschaft ihrer gedenken. Gobau habe ich für Godscham bestimmt. Ras Adal hat, wie mir mein Bote sagte, an einen unserer Proselhten nach Asseso um einen Lehrer, der in Europa gebildet wurde, geschrieben. Da es mein Wunsch war, einen Theil der Bücher nach Godscham zu senden, wo viel Verlangen nach Gottes Wort herrschen soll, habe ich dies als einen Fingerzeig Gottes angesehen, und da Gobau Lust und Freudigkeit hatte, dem Ruf zu folgen, bestimmte ich ihn für jene Gegend. Cr wird aber nicht unter den Falascha — solche giebt es in Godscham nicht — arbeiten, sondern unter den Gallas, jenseits des Abais. Er ist somit aus dem Verbände unserer Gesellschaft ausgetreten. Ich gab ihm sein Jahresgehalt aus meiner Kasse. Ras Adal, jetzt König Tekla Haimanot, von dem man mir viel Gutes erzählt, wird für ihn sorgen, und falls er dort unter den Gallas im Segen arbeiten kann, wird mir Gott so viel geben, daß ich ihm jährlich einige Unterstützung senden kann. Was die Mission unter den Falascha betrifft, so ist meine Ueberzeugung: So lange nicht ein Europäer in Abessinien die