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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 7-8 (1881) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
7-8 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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103 diesen Ansprachen wohnten Juden bei, unter denen sich auch mehrere Rabbiner befanden. Die Vorträge wurden dann in den Zeitungen veröffentlicht und auch von den Juden gelesen, wie es die Erregung bewies, die sich, nicht ohne ein lebhaftes Interesse für den Gegenstand, in der jüdischen Gemeinde zeigte. Die Gesellschaft stellte letzten Herbst für diese Stadt einen regelmäßigen Missionar, Pred. I. N. Chesnutt, an; derselbe hat die Juden besucht und freundliche Aufnahme gefunden. Der so ausgeübte Einfluß ist sichtbar ein heilsamer gewesen. So wird von 2 Katechumenen berichtet. „Ein ermuthigender Zug in unserem Werke ist es," schreibt er, „sehn zu dürfen, wie eifrig die Juden die angebotencn Traktate annehmen, von denen sich manche sogleich eine Anzahl erbitten; noch kein Jude hat die Annahme derselben verweigert." Pred. Gierlow, der innerhalb seiner Parochie Mission treibt, hat Besuche gemacht, Traktate verbreitet, besondere Predigten für Juden gehalten und hat auch 4 jüdische Kinder i» seiner Sonntagsschule. Ein anderer Geistlicher berichtet aus der Arbeit, die er innerhalb seiner Parochie gethan hat, daß er alle Gelegenheit zu mündlichem Verkehr mit Juden und zu Hausbesuchen bei denselben wahrgenommen habe. Die Juden schienen „überrascht, daß ein christlicher Geistlicher Interesse an ihnen nahm und sie als Brüder betrachtete". 2 wohnten einer Bibelstunde bei und benahmen sich dabei vortrefflich. Dieser Geistliche erwähnt auch 2 Proselytenfamilien in seiner Gemeinde, von deren Gliedern 6 regelmäßig und 3 unregelmäßig das Abendmahl besuchen. Aus einer anderen Stadt berichtet der Rektor von einigen Juden, die seinen Gottesdiensten beiwohnen. „In einer oder zwei Familien wird das Heranwachsende Geschlecht wenigstens den alten Namen abwerfen, ob aber der neue an dessen Stelle angenommen werden wird, muß man erst sehn." Der dieses berichtende Geistliche wurde jüngst von jüdischen Eltern gebeten, für ihr krankes Kind die kirchliche Fürbitte zu thun, und von andern jüdischen Eltern wurde er sogar aufgefordert, ihr krankes Kind zu taufen, was er denn auch that. Aus Columbia schreibt Pred. Gray: „Hier giebt es nicht

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