Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 7-8 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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»9 Daß dies vollkommen möglich und ausführbar, die gewöhnliche Geistlichkeit aber willens und oft auch ganz tauglich dazu ist, recht viel zu thun, wenn sie durch die Gesellschaft unterstützt wird, ist durch die Thatsachen erwiesen worden. In großen Städten, wo es das Gesetz der Kirche gestattet und wo die jüdische Bevölkerung eine zu große ist, als daß sie durch die den Parochieen zu Gebote stehenden Mittel allein erreicht werden könnte, sind, ebenso wie in anderen Missiouszweigen, auch besondere Missionare und Missionsschnlen nothwendig. Das Werk schließt so drei Zweige in sich: 1. das Werk einer Buch- und Traktat-Gesellschaft, 2. die Herstellung einer Centralstelle, von der die Thätigkeit durch die Parochialorganisation der Kirche ausgeht, und 3. die Anstellung eigentlicher Missionare und Errichtung von Missionsschulen in großen Städten. Hinzugefügt mag aber noch werden, daß dieses Werk einen ausschließlich geistlichen Charakter trägt und nicht den einer Almosenspendung. Schriftenverbreitung. Die Gesellschaft hat im Laufe des Jahres 106 700 Exempl. von Schriften und Blättern, die 676 166 Seiten enthielten, vertheilt. Ost - Diözese. New-Iork. In New - Jork zählte die Schule für jüdische Kinder, unter der Leitung von Fräul. Ellis, 85 Schüler, 33 Knaben und 52 Mädchen. Außer dem gewöhnlichen Schulunterricht ist auch Unterweisung im Christenthum erthcilt worden. Zwei ältere Schüler sind getauft worden, und zwei andere, von denen der eine zwei Jahre zuvor die Taufe empfangen hatte, gelangten zur Confirmation. Mehrere sehn noch der Taufe entgegen und drei erwarten die Confirmation. Die Eltern eines der confirmirten Kinder haben selbst das Christenthum angenommen. Eine der Getauften war ein 17 jähriges Mädchen, die einer Familie in guten Verhältnissen angehört, welche ihr drohte, sich, wenn sie zur Kirche überginge, von ihr loszusagen. Sie war jedoch von der Liebe ihres Heilandes so ergriffen, daß sie entschlossen war, eher Alles fahren zu lassen, als Ihn zu ver- 7*