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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 7-8 (1881) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
7-8 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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98 gebnisse mager erscheinen, und kann eS ja auch nicht anders sein. Aber da die Juden ohne wahre Kenntniß des Evangeliums find, so stehen sie, vom Gesichtspunkte der Mission aus betrachtet, auf einer Stufe mit den heidnischen Völkern, und das Missionswerk unter ihnen muß nicht mit dem gewöhnlichen Werk der Kirche innerhalb ihrer eigenen Grenzen, sondern mit der anderen Arbeit auf dem fremden Felde verglichen werden. Das Werk hat seine besonderen Schwierigkeiten; aber bei irgend welchem gerechten Urtheile lassen sich seine jährlichen Ergebnisse, wenn sie auch nicht dem Wunsche ernster Herzen entsprechen, dennoch, wie man wohl sagen kann, in nicht ungünstiger Weise mit den amtlichen Ausweisen über die Arbeit, welche die Kirche in finsteren Landen thut, vergleichen. Was auch nach den Propheten die Zukunft der Juden oder der Völker sein möge, inzwischen kann die Kirche nicht ungetreu ihrem Aufträge „das Evangelium aller Kreatur zu predigen" gegenüberstehen. In allem, was Sünde und Widerstreben, Leid und Tod, die Schmerzen und die Bedürfnisse des Herzens, den alleinigen Frieden und die alleinige Heilung aller dieser Hebet unseres gemeinsamen Menschenwesens betrifft, kurz, in allem, was irgend die Seele anbelangt, „ist kein Unterschied unter Juden und Griechen, es ist aller zumal ein HErr, reich über alle, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des HErrn anrufen wird, soll selig werden." Römer 10,12. 13. Art des Vorgehens. Um die Juden des Landes zu erreichen und so der Mission unter Indianern und Farbigen eine Judenmission hinzuzufügen, muß das Comits besondere Maßregeln ergreifen. Die Juden wohnen nicht in einer Gegend, sondern über das ganze Land zerstreut. Hin- und herreisende Missionare, die weite Landstriche besorgen, könnten besten Falles nur den Samen aus den Straßen ausstreuen, und ihre Anstellung würde, wie man sich dessen bewußt ist, ebenso unpraktisch sein als außerhalb des allgemeinen Organismus der Kirche liegen. Die beste Weise, die Juden in den Hunderten von Gemeinden, in denen sie sich finden, zu erreichen, ist, wie man glaubt, die durch die Pfarrgeistlichkeit selbst, also durch die Kirche in ihrer eigentlichen Organisation.

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