Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 5-6 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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95 Nun, des HErrn Stunde für Abessinien ist noch nicht gekommen; aber Samenkörner sind bereits in den Boden gelegt, und nach der Durchwinterungszeit wird der Frühling erscheinen. Es ist doch etwas Großes, daß 800 Juden in Abessinien bereits der christlichen Kirche angehören, und im Durchschnitt stehen dieselben über den eingeborenen Christen, denn ihr Glaube ist ein evangelischerer. Mag also auch für den Augenblick die Mission nicht weiter eine direkte Arbeit treiben, so hat sie doch einen Sauerteig in Abessiniens Volk und Land gelegt, der weiter säuern wird. Flad aber hat das Land von Neuem reichlich mit dem Worte des Lebens versehen und hat den Getauften dadurch das Mittel in die Hände gelegt, daß sie einander stärken können. Er hat aber auch alle Anordnungen getroffen, damit ihr Zusammenhang sich fruchtbar erweise, und so ist seine Reise nun doch ein wahrhaftiger Segen gewesen. Allerlei Schriften. 1. P. Dworkowicz, Pastor in Riga. Zkeschreiöimg der Wissionsfeste und UWonsgottesbienste, die in 'Iolen und «Mthauen im Sommer 1880 gehalten morden sind. Riga, 1881, beim Herausgeber zu haben. Preis 10 Kopeken. 29 S. Ein liebliches Büchlein des unermüdlichen Missionars, der, selbst ein Proselyt, nun sein Volk zu dem selig erfahrenen Heile in Christo ziehen will. Und mit ihm verbindet sich der treffliche P. Holst in Riga, welcher in einem Vorworte den Christen Muth machen möchte, in dem jetzigen Kampfe mit den Juden die Waffen, welche den Sieg verheißen, zu ergreifen. Denn daß es einen Kampf gilt, bezeugt derselbe laut, und er weiß nichts von jener falschen Liebe, welche „Wehe" ruft, wenn Christen sich endlich erheben, da nun der Unglaube der Juden alle Machtmittel anfbietet, um Christi Reich unter den christlichen Völkern zu zerstören. „Die Vernichtung des Christenthums ist noch heute ihre Devise, wie vor achtzehnhundert Jahren — aber desto mehr bleibt die Judenmission ein Werk des HErrn und eine heilige Aufgabe seiner Kirche." P. Dworkowicz aber erzählt, wie er eine Anzahl von lutherischen Gemeinden Polens und Litthauens besucht hat, wie daselbst zum ersten Mal Missionsfeste gehalten worden, wie die evangelischen Christen zu denselben von weit und breit herzugeströmt sind,