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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 3-4 (1881) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
3-4 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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83 ist mit einem großen Heere an der Grenze Wolkaits und baut eine Festung, da man fürchtet, der Abessinier mochte seinen Raub¬ und Plünderungszug bis Kassela ausdehnen. In Abessinien herrsche große HungerSnoth und allgemeine Unzufriedenheit gegen König Johannes und seine despotische Willkürherrschaft. In Metama werde ich Sicheres erfahren. Mein Tisch ist mein rechter Schenkel. Unter dem 5knie desselben habe ich auf der Reise 2 Furunkeln bekommen. Diese beschwerlichen Zugaben zur Reise sind die Ursache, daß wir erst am Montag von hier abreifen; sonst wären wir heute schon abgereist. —/Ihr habt nun Eure Weihnachtszubereitung. Ich werde einen Mst einsamen Ehristtag haben, doch bin ich froh über Gobau und David. Beide sind mir wirklich sehr nützlich und zum Trost. Davids Frau, die als Frau in unserer Schule in Assesso lesen lernte, ist nach Beider Erzählung unter den dortigen Frauen eine im Segen wirkende Evaugelistin. Sie benützt namentlich Sonn- und Feiertag, wo sie den Frauen aus dem Amharischen Testament Gottes Wort vorliest. Selbst in der Kirche in Assesso versammelt sie die Frauen um sich und liest ihnen vor. Die Frauen hören gerne zu; aber einige Priester sehen es ungern. David verschwindet ganz im Lichte seiner frommen und gelehrten Frau. Er bittet mich auf der ganzen Reise, ich möchte ihn doch für 4—6 Monate in eine unserer Schulen thun; damit er (38 Jahre alt) noch lesen lerne. Es freut mich zu hören, daß in Abessinien das Amharische Testament geliebt ist und gesucht wird. Wie verächtlich wurde es 1855, als ich in's Land kam, angesehen und behandelt. Wenige konnten damals das Amharische lesen. Jetzt höre ich, daß es alle, die lesen können, gut lesen und es dem Aethiopischen vorziehen. Die Abessinischeu Falascha-Priester thun ihr Möglichstes, ihre Leute vom Lesen unserer Bücher abzuhalten. — Die deutschen Zahlen auf den Druckbogen seien die Zauberkräfte, welche die Leser bezaubern und vom Glauben der Väter abfallen machen. Dessen ungeachtet finde man aller Orten Fnlaschas, die in unfern Büchern und in der Bibel fleißig lesen und die Thorheit ihrer Priester verlachen. Der größere Theil der Falaschas, namentlich in Dembea, verstopfe das Ohr gegen die Wahrheit des seligmachenden Evangeliums, und die Brüder werden an vielen Orten mit Spott und Verachtung ans den Falaschadörfern weggesandt. Nur einzelne Seelen seien zugänglich. In den entfernteren Provinzen, wohin die Brüder noch selten gekommen sind, findet man viele zugängliche, die Wahrheit liebende Seelen. Die Priester hassen das Licht, weil ihre Werke böse sind und sie im Dienste des Fürsten dieser Welt stehen. Wenn nur die Einzelnen, die gewonnen sind und gewonnen werden, sich gründlich bekehren und im Lichte wandeln, dann wird sich Gott durch sie an Andern verherrlichen und ferner seinen Segen legen auf die Arbeit und das Zeugniß der eingeborenen

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