Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 3-4 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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48 Schulen der Freien Schottischen Kirche und mehrere der Quäker. Allein im Libanon-Bezirk wurden 1877 zusammen 5042 Knaben und 2501 Mädchen in evangelischen Schulen unterrichtet. Aber auch im Hauran, in Damaskus und Beirut sind Amerikaner, Briten, Iren und die Church Missionary Society thätig, den Boden durch Schulen zu pflügen, und au der westlichen Küste Klein-Asiens, wie in Smyrna, ist die Arbeit gleichfalls .ausgenommen, während das Innere Klein-Asiens allerdings erst noch erbrochen sein will. Betrachten wir dann die Bildung Evangelischer Gemeinden in Türkisch-Asien, so begegnen wir vor Allem wieder den Amerikanern. Dieselben haben unter den Armeniern des Nordens eine höchst erfreuliche und fruchtbare Thätigkeit, die zur Bildung zahlreicher Gemeinden geführt hat, entfaltet. In Cilicien ferner behauptet sich noch immer die Evangelische Gemeinde zu Aintab. Sodann aber haben die Amerikaner auch in Syrien ziemliche Erfolge aufzuweisen. Da sie jedoch in der Ertheilung des Rechtes, au dem Abendmahle theilzunehmen, sehr streng sind, so haben sie im Libanon erst 600 Eingeborenen eben dieses gewährt; während mehrere Tausende der letzteren ihre früheren Kirchen verlassen haben, um sich der Evangelischen anzuschließen, und nun gar die Zahl der sonntäglichen Hörer des Wortes eine sehr große ist. Die Stimmung des Volkes ist hier eine für die Protestanten geradeswegs freundliche, nachdem sie früher eine äußerst feindliche gewesen war. Auch die Obrigkeit erweist im Libanon den Protestanten immer mehr Aufmerksamkeit, und selbst der Patriarch wie derZ Bischof lassen ihnen auf etwaige Klagen über groben Unfug niederer Geistlichen Hülfe zu Theil werden. Besonders erfreulich aber ist es, daß die Hörer des Wortes hauptsächlich junge Männer sind, und so denn auch die Zukunft Erfreulicheres verheißt. Die neue christliche Literatur, welche die amerikanischen Missionare in der arabischen Landessprache geschaffen haben, dringt überdem immer tiefer in das Volk hinein; und überhaupt haben jene am Entschiedensten an dem Gesichtspunkte sestgehalten, eine selbstständig dastehende Evangelische Landeskirche der Eingeborenen herzustelleu, weil erst, wenn dies gelungen ist, das Evangelische Werk im Orient wirklich feste Wurzeln hat. Bis jetzt ist immer noch die Gefahr vorhanden, daß, wenn