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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 3-4 (1881) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
3-4 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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46 l Evangelist Bschara Canaan schreibt z. B. aus Palästina: „Ehe die Evangelischen Missionare in unser Land kamen, konnte nicht der zwanzigste Theil von denen lesen, welche jetzt lesen können; denn die finstern und fanatischen muhammedanischen Chutaba, und die Herrschsucht, Faulheit und Bequemlichkeit der Priester der Griechischen und Römischen Kirche haben mehr für die Verdummung des Volks statt für Schulen zu seiner Bildung gesorgt. Daß das Volk jetzt anfängt, etwas freier sich zu bewegen, beweist die Ueberfüllung der protestantischen Schulen mit Kindern anderer Religionspartcien, welche gegenwärtig auch Schulen haben"; denn allerdings sind auch die letzteren, um den Einfluß der Protestanten zu mindern, zur Errichtung solcher gezwungen worden. Lie. Dr. Reinicke fügt hinzu: „Von Erziehung und Bildung des weiblichen Geschlechts war bis vor wenigen Jahrzehnten keine Rede, und noch jetzt giebt es nicht wenige unter den Eingeborenen, besonders den Muhammedanern des heiligen Landes, welche ihre Töchter grundsätzlich von jedem Wissen und Können fernhalten.... Wären also durch die Evangelischen Anstalten, welche, wie Talitha Kumi in Jerusalem, der Erziehung der Mädchen gelten, auch nur einige Seelen aus der bisherigen Verwahrlosung gerettet, so wäre es schon des Erfolges genug; doch ist selbst die Zahl derer im Zunehmen, die, als Diakonissen oder Lehrerinnen in Talitha Kumi vorgebildet, der Sache des Evangeliums unter den Arabern dienen." Aber es wird allerdings mehr erreicht, und unter der männlichen wie unter der weiblichen Jugend nicht Palästinas allein, sondern auch hin und her im Libanon, Syrien und Kleinasien der Grund dazu gelegt, daß mitten in dem aufwachsenden Geschlechte ein ansehnlicheres Element, welches Besseres verspricht, heranreift. Die Hauptthätigkeit, das betonen denn auch alle Arbeiter im Orient, müsse der Jugend gelten, da der Gewinn an den Alten nicht im Verhältniß zu der aufgewandten Kraft steht, und der jugendliche, bei Zeiten bearbeitete Boden viel eher eine Frucht verspricht. Freilich die Gewinnung von Gemeinden darf nicht aus den Augen gelassen werden, damit nicht die Schulen in der Luft schweben, und damit auch in den Gemeinden das fortgeführt werden könne, was die Schule gesäet und gepflanzt hat. Die Proselytengemeinde der Zionskirche in Jerusalem, die deutjch-evau-

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